Auszeichnung

Schön und funktionell zugleich

Anke Haagensen
Anke Haagensen Lokalredakteurin
Apenrade/Aabenraa
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Der Psychiatriebau (im Bildvordergrund) am Apenrader Krankenhaus ist ausgezeichnet worden. Foto: Region Süddänemark

Apenrader Psychiatriegebäude gewinnt internationalem Architekturpreis. Die Preisüberreichung fand in Wien statt.

Apenrader Psychiatriegebäude gewinnt internationalem Architekturpreis. Die Preisüberreichung fand in Wien statt.

Die Architektengruppe White ist von der weltumspannenden non-profit Organisation „International Academy for Design&Health“ für den von ihr entworfenen Psychiatrie-Bau am Apenrader Krankenhaus mit dem „Oscar“ des Gesundheitswesens in der Kategorie „Mentale Gesundheit“ ausgezeichnet worden. Die Preisverleihung fand am Wochenende im Wiener Rathaus statt.

„Wir sind sehr stolz und zufrieden mit dem Preis. Die schöne und funktionellen Rahmenbedingungen machen für Patienten und Mitarbeiter einen großen Unterschied aus. Das zeigen bereits die gesammelten Erfahrungen. Es ist schon, wenn auch andere die tüchtige Arbeit bemerken, die dahinter steckt“, sagt der Vorsitzend des Ausschusses für Psychiatrie und Soziales der Region Süddänemark, Thies Mathiassen, der den Psychiatrie-Bau in Auftrag gegeben hat.
Die Architektur schafft Licht, Luft und neues Leben für Patienten und Mitarbeiter. Die schöne Aussicht aus allen Abteilungen ist Teil der Therapie. Darüber hinaus fördert das Gebäude neue Zusammenarbeitsformen, Gewohnheiten und Kulturen.

Auch der Außenbereich wurde mit eingeplant. Physische Bewegung und Spiel fördern soziales Miteinander, bieten aber auch Raum für Zeitvertreib und Vertiefung – je nachdem. Das Gebäude hat keinen Krankenhaus-Charakter, weshalb sich auch die Angehörigen sehr wohlfühlen. Auch das ist hilfreich für eine erfolgreiche Therapie. Das neue Gebäude mit seinem Ambiente und Klima hat sicherlich auch einen ganz großen Anteil daran, dass der Einsatz von Zwang in der Psychiatrie in Apenrade erheblich minimiert werden konnte.

Das Psychiatrie-Gebäude besteht aus einer Abteilung für Kinder und Jugendlich sowie einer Abteilung für Erwachsene mit insgesamt 111 Betten. Hinzu kommt die ambulante Behandlung. Die gesamt Bausumme belief sich auf 448 Millionen Kronen. Eigentlich hätte das Psychiatrie-Gebäude erst im Jahr 2018 fertiggestellt sein sollen, doch durch das Wachstumspaket des Regionsrates 2009 wurde das Projekt vorgerückt und war bereits 2015 bezugsfertig.

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