Spendenaktion

Die Sammelbüchse ist schon schwer

Die Sammelbüchse ist schon schwer

Die Sammelbüchse ist schon schwer

Apenrade/Aabenraa
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Astrid Jensen erzählte den interessierten Zweitklässlern von ihrer Arbeit als SOS-Ehrenamtlerin. Foto: Uta Boemke

Zweitklässler der Deutschen Privatschule Apenrade haben einen besonderen Weihnachtskalender in ihrem Klassenzimmer. Die Schüler erhalten nicht etwas geschenkt, sondern sammeln Spenden – für bedürftige Kinder in aller Welt.

Die meisten Kinder in Dänemark öffnen sicherlich in diesen Tagen die Türchen von einem oder gar mehreren Weihnachtskalendern, hinter denen leckere Schokoladenstücke oder andere Süßigkeiten stecken. Die beiden zweiten Klassen an der Deutschen Privatschule Apenrade besitzen ebenfalls einen Weihnachtskalender, einen gemeinsamen. Es ist allerdings ein „umgekehrter Weihnachtskalender“. Die Kinder versuchen mit ganz vielen guten Taten, Geld zu verdienen, mit dem dann die Arbeit der SOS-Kinderdörfer unterstützt werden soll. Jeden Tag sehen die Klassen einen Film vom „Omvendt Julekalender“ und diskutieren anschließend darüber.

Jeden Tag eine gute Tat

„Auf der Weihnachtsfeier, unserem ,Streetfoodmarkt’, und in dieser Woche auf dem Schulhof haben die Kinder der 2a und 2b selbstgebackene Kekse verkauft“, erzählt Lehrerin Uta Boemke. Viele von den Kindern haben durch gute Taten zu Hause zum Beispiel fürs Essenkochen, Aufräumen oder Staubsaugen Geld gesammelt.

„Ein Kind hat heute 100 Kronen in unsere Sammelbüchse gesteckt für zwei Wochen gute Taten und Mithilfe zu Hause. Online sind bislang 250 Kronen eingegangen. Es ist insgesamt eine erfolgreiche Aktion, die die Kinder sehr bewegt“, berichtet die Lehrerin. In der nächsten Woche wird die Sammelbüchse zur Bank gebracht.

Eine SOS-Ehrenamtlerin erzählt

Am Mittwoch dieser Woche hatten die Klassen Besuch von Astrid Jensen, einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin der SOS-Kinderdörfer aus Sonderburg. Sie hat den Schülern eine Schulstunde lang von der Arbeit und den Ursprüngen der SOS Kinderdörfer berichtet.

Offensichtlich wird das Schicksal der betroffenen Kinder zu Hause am Küchentisch weiterdiskutiert. Eine Familie hat bereits die Patenschaft für ein Kind übernommen. Ein weiterer Schüler hat gerade gestern angekündigt, dass seine Familie die Patenschaft für ein Kind aus einem asiatischen SOS-Kinderdorf übernimmt.

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