Apenrader Mittwochstreff

Ein roter Weihnachtsstern und ein netter Schnack

Anke Haagensen
Anke Haagensen Lokalredakteurin
Apenrade/Aabenraa
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Renate York Ullerup (r.) bei ihrem Besuch bei Eline Andersen. Die beiden Damen hielten einen gemütlichen Schnack. Foto: Karin Riggelsen

Der Apenrader Mittwochstreff besucht in der Vorweihnachtszeit alle Mitglieder über 80 Jahre.

„Zumindest so lange ich dabei bin, haben wir das jedes Jahr gemacht. Und das sind bestimmt 10 bis 15 Jahre – oder, halt, ich bin seit kurz nach meiner Pensionierung dabei. Dann müssen es tatsächlich schon mindestens 20 Jahre sein“, sagt Renate York Ullerup mit einem Lachen. Sie ist Vorsitzende des Apenrader Mittwochstreffs, der jedes Jahr allen Mitgliedern, die das 80. Lebensjahr erreicht haben, in der Vorweihnachtszeit außer einem Weihnachtsgruß auf einer schönen Karte auch einen Weihnachtsstern überbringt.

Das Überbringen ist wörtlich zu nehmen. Alle Weihnachtssterne werden nach Möglichkeit persönlich übergeben. Die Vorstandsdamen teilen sich den Blumenbotendienst untereinander auf. Da die Mitglieder immer älter werden, nimmt auch die Anzahl der zu ordernden Weihnachtssterne jährlich zu. „Wir verteilen in diesem Jahr über 70 Weihnachtssterne“, erzählt die Mittwochstreff-Vorsitzende.

Qualitätsunterschiede

Weihnachtsstern ist übrigens nicht gleich Weihnachtsstern. Die Damen haben festgestellt, dass die Qualität der Pflanzen doch sehr unterschiedlich ist. „Die Pflanzen sind in diesem Jahr sehr kräftig und robust“, freut sich Renate York Ullerup.

Es ist ihr klarer Eindruck, dass sich auch die Mittwochstreff-Mitglieder auf den Besuch der Vorstandsdamen freuen. „Ich nehme mir pro Weihnachtsstern rund ein Stündchen Zeit. Wir halten dann noch einen netten Schnack, bevor ich dann wieder gehe“, sagt Renate York Ullerup. Häufig werden die Vorstandsdamen auf eine Tasse Kaffee eingeladen; sie können aber nicht immer die Einladung annehmen. Zu viele Kaffee ist schließlich nicht gesund.

„Die Stiftung Alderstrøst ermöglicht uns die Aktion“, erzählt Renate York Ullerup. Die Stiftung wurde 1988 ins Leben gerufen. Das Stiftungsvermögen stammt aus dem Verkauf des Hauses Callesensgade 30, das von 1880 bis 1988 von dem Verein Alderstrøst betrieben wurde als Wohnheim für gute, unbescholtene Apenrader Bürger ohne Pensionsanspruch. Laut Ziel- und Zweckparagraf sollen die Stiftungsgelder älteren Mitbürgern in der alten Apenrader Kommune zugutekommen.

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