Apenrade

Reges Bürgerinteresse an Stadt-Umgestaltung

Paul Sehstedt
Apenrade/Aabenraa
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Erwin Andresen
Erwin Andresen (SP, l.) im Gespräch mit einem Zuhörer. Foto: Paul Sehstedt

Das Apenrader Hafengebiet Kilen steht vor dem Umbruch. Laut Erwin Andresen von der Schleswigschen Partei steht dabei der „Erhalt von Arbeitsplätzen im Fokus“.

„Die Hafenverwaltung arbeitet aktiv an den neuen Flächennutzungsplänen für das Gebiet nördlich von Kilen mit“, erklärte der Hafenvorstandsvorsitzende Erwin Andresen von der Schleswigschen Partei während einer Bürgerversammlung am Dienstag. Thema war die Entwicklung und Umgestaltung des von Gewerbe dominierten Areals, das nach Vorstellungen der Kommune und Stadtratspolitikern durch Einbezug von Wohngebieten und Grünanlagen ein neues anziehendes Gesicht erhalten soll.

„Die Betriebe am Hafen wollen wissen, woran sie sind. Wir sprechen schon seit 2009 vom Einbeziehen das Hafens in das Stadtbild, und jetzt ist die Zeit gekommen, den Startschuss zu lösen und weiterzukommen“, sagte Andresen vor rund 80 Zuhörern im Stadtratssaal, die teils Anrainer, teils Gewerbetreibende am Gebiet Kilen sind.

„Der Hafen soll die Verpflichtungen seinen Mietern gegenüber erfüllen, und eingegangene Verträge müssen eingehalten werden“, fuhr der Hafenvorstandsvorsitzende fort. „Wir müssen unsere Einnahmen genau wie die Arbeitsplätze sichern. Ein Geländeverkauf kann aktuell werden, und wir müssen auch die Möglichkeit bereithalten, Betrieben andere Grundstücke anzubieten, falls ihre jetzige Lage nicht mit den neuen Plänen in Einklang steht.“

Hafengebiet soll aus dem Abseits geholt werden

Philip Tietje (Venstre), Entwicklungsausschussvorsitzender, leitete das Bürgertreffen mit der Aussage ein, dass das Hafengebiet eigentlich im Abseits liegt, aber künftig mit der übrigen Stadt besser verknüpft werden soll. Jahrelange Planung solle jetzt konkretisiert werden, um einen besseren Zusammenhang mit dem Wohngebiet an der Reeperbahn und Lindsnakkevej herzustellen. „Ich glaube an eine positive Entwicklung für die Stadt Apenrade, was jüngst auch durch einen Einwohnerzuwachs bestätigt wurde“, unterstrich Tietje.

„Nur wenige Pläne sind bis jetzt gezeichnet worden“, leitete Bo Riis Duun seinen Kurzvortrag über die Möglichkeiten für die Stadt-Umgestaltung ein. „Wir brauchen die Vorschläge, Einwände und Erfahrungen der Bürger, bevor wir mit der Erarbeitung eines Flächennutzungsplans weiterkommen können“, erläuterte der Chef der Planungsabteilung den Zweck der Versammlung.
Das Ziel, den Plan noch vor Jahreswechsel vorzulegen, könne kaum eingehalten werden, doch spätestens zum Frühjahr werde das Papier fertig sein, ergänzte er.

Aus dem Publikum wurden Stimmen laut, Rücksicht auf die bestehenden Wohnblöcke entlang der Reeperbahn zu nehmen, indem die Bauhöhe relativ niedrig gehalten werden soll. „Ich liebe meine Aussicht, und die soll nicht von mehrstöckigen Hochhäusern blockiert werden“, so eine Bürgerin. Fehlende Grünanlagen waren das Anliegen einer anderen Bürgerin, die dazu aufforderte, dies bei der Planung zu berücksichtigen.

Bo Riis Dunn unterstrich mehrfach, dass alle genannten Ideen der Kommune vor Ablauf der Eingabefrist am 5. September schriftlich einzureichen sind, um in berücksichtigt zu werden.

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