Abwasserlösungen

Regenwasser: Klipleffer müssen sich entscheiden

Gesche Picolin
Gesche Picolin Journalistin
Klipleff/Kliplev
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Foto: reza shayestehpour/Unsplash

Immer stärkere Regengüsse fordern die Kanalisationen heraus. Die Versorgungsgesellschaft Arwos lädt deshalb die Klipleffer Bürger zu einem Informationstreffen zum Thema Abwasserbehandlung. Bis April müssen sich 225 Eigentümer für eine Alternative entscheiden.

Durch Klimaveränderungen gibt es immer stärkere Regengüsse. Die belasten – unter anderem in Klipleff – die Kanalisation. Denn die läuft über. Das bemerkt der Bürger gewöhnlich nicht. Denn es geschieht kontrolliert mit Ablauf in die Behrendorfer Mühlenau.

Allerdings kommt es immer häufiger vor und schadet auf lange Sicht der Umwelt. Klipleff ist zum Großteil „kloaksepareret“, das bedeutet, dass getrennt sowohl Regenwasser als auch Haushaltsabwasser durch ein Rohr in die Kanalisation geleitet werden. Bereits 2014 entschied die Kommune, auch den übrigen 225 Häusern im Klipleffer Zentrum dieses Prinzip angedeihen zu lassen.

Die getrennte Ableitung von Regen- und Abwasser in die Kanalisation. Foto: Arwos



Die günstige Lage Klipleffs, auf Sandboden, bietet bessere Lösungen. Das meint Arwos. Das Zauberwort (oder die Zauberabkürzung) heißt hier LAR. Das steht für Lokale Ableitung von Regenwasser.

Entscheidet man sich für LAR, dann wird die Regenrinne umgeleitet: Statt in die Kanalisation kommt das Regenwasser dann in bestimmte Beete oder Sickerschächte. Das muss vom Eigentümer selbst finanziert werden. Arwos erstattet aber 40 Prozent der Anschlusskosten.

Der Versorger hat ein Inspirationsvideo, das zeigt, welche Möglichkeiten es für das lokale Ableiten von Regenwasser gibt.



Für die Trennung von Regen- und Abwasser baut Arwos eine neue Leitung mit Brunnen zum betreffenden Gebäude. Der Eigentümer muss eigenmächtig dafür sorgen, Regen- und Abwasser auf dem Grundstück abzuleiten. Das Abwasser muss durch existierende Brunnen. Das Regenwasser wird von dort in ein künftiges Regenwasserbecken geleitet, das nördlich von Klipleff entstehen wird.

Die Bürger sind nun aufgefordert, sich bis spätestens 1. April zu entscheiden zwischen herkömmlicher Ableitung oder LAR. Um sich entscheiden zu können, bietet Arwos am Mittwoch, 23. Januar, ab 19 Uhr ein Informationstreffen in der Klipleffhalle an.

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