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Räumkommandos für die „Herzwanderwege“ im Einsatz

Räumkommandos für die „Herzwanderwege“ im Einsatz

Räumkommandos für die „Herzwanderwege“ im Einsatz

Apenrade/Aabenraa
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Die Treppe war in diesem Zustand eine Gefahr für alle Waldspaziergänger. Foto: privat

Der Apenrader Herzverein hat mehrere Spazierwege in der umliegenden Natur initiiert. Dahinter steckt ganz viel Arbeit.

Wer denkt, es ist damit getan, auf öffentlichen Waldwegen eine schöne Wanderroute herauszusuchen und sie mit Markierungen zu versehen, der irrt. Hinter den sieben „Herzwanderwegen“ (Hjertestier) in der Kommune Apenrade steckt ganz viel Arbeit.

Regelmäßig rücken „Räumkommandos“ des Apenrader Herzvereins aus, um Hindernisse aus dem Weg zu räumen, Hinweisschilder zu putzen, Zerstörtes zu reparieren oder es gar zu ersetzen.

Zeit-, kraft- und geldintensiv

„Das kostet Kraft und leider auch Geld“, bedauert Jutta Drath, Vorsitzende des Apenrader Herzvereins. Zum Glück verfügt der Verein an den verschiedenen Orten über treue Seelen, die die Herzwanderwege regelmäßig abschreiten, um dann Zweige und Äste aus dem Weg zu räumen und die Schilder aus dem Dickicht freizuschneiden. „Im Rieser Wald macht es der Vorstand selbst“, berichtet Jutta Drath.

Das Geländer hat der Herzverein auf eigene Kosten erneuert. Foto: privat

Kein Geld, kein Personal

Eigentlich wäre die Wald- und Naturbehörde auch für solche Arbeiten zuständig. „Wir bekommen von dort aber immer die gleiche Antwort: Wir haben kein Geld und kein Personal, um die Wege frei und begehbar zu halten. Wenn wir diese Wege nicht freihalten würden, könnten diese Wege von vielen Fahrradfahrern, Spaziergängern oder Läufern nicht genutzt werden. Da wir es aber wichtig finden, das möglichst viele Leute sich in der Natur und an der frischen Luft bewegen, haben wir uns für die Reparatur der Brücke auf unsere Kosten entschieden. Alternativ hätten wir diese Route durch den Rieser Wald schließen müssen“, unterstreicht Jutta Drath.

Der Herzverein Apenrade hatte übrigens auch einen Spazierweg zur Bucht von Gjenner ausgeschildert. Den haben Jutta Drath und ihre Mitstreiter jedoch schweren Herzens aufgeben müssen. Es war einfach zu arbeitsintensiv, immer wieder tiefe Traktorenspuren auffüllen zu müssen.

Die morsche Mühlenau-Brücke vor der Reparatur Foto: privat

In der Vergangenheit mussten die Räumdienste sogar auch schon mal mit Motorsägen und Autoanhängern anrücken, um mühsam umgekippte Bäume zu entfernen, die sich quer über den Wanderweg gelegt hatten. Inzwischen hat die zuständige Wald- und Naturbehörde zugesagt, solche Arbeiten von ihrem Fachpersonal erledigen zu lassen. So war es eigentlich auch von Anfang an gedacht.

Die neue Treppe Foto: privat

Auch so bleibt noch viel für den Vorstand und seine Helfer zu tun. „Erst kürzlich haben wir ein Geländer erneuert und an der Brücke über die Mühlenau ein paar morsche Bretter ausgewechselt. Mühsam und teuer war auch die Reparatur der Treppe. Diese Reparaturen allein haben uns 10.000 Kronen gekostet“, erzählt Jutta Drath.

Die Mühlenau kann wieder gefahrlos überquert werden. Foto: privat
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