Geschichte

Piratenbesuch auf dem „Museumsschiff“

Piratenbesuch auf dem „Museumsschiff“

Piratenbesuch auf dem „Museumsschiff“

Apenrade/Aabenraa
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Aussehen wie ein Pirat – Schminke macht es möglich. Foto: Karin Riggelsen

Die „Rote Anna“ und die Kapitänin bringen den Besuchern des Schifffahrtsmuseum in Apenrade das Bordleben näher. Zu den Spiel- und Bastelangeboten gehören neben dem Fechten auch das Gestalten von Schiffen nach eigenen Vorstellungen.

Gekonnt parierte der Piratenschüler die Finte der „Roten Anna“. Die beiden lieferten sich ein Fechtduell im Vorhof des Schifffahrtsmuseums, das in der Ferienwoche kleine und große Besucher zur Piratenschule einlud. Dabei lernten die Gäste den Umgang mit dem (Plastik)Säbel und konnten sich dann abschließend im Zweikampf mit der „Roten Anna“ messen. „Der Spaß steht bei uns hier ganz im Vordergrund“, erklärt Vermittlungsinspektorin Stefanie Robl vom Museum Sønderjylland, die die Ferienveranstaltung vorbereitet hat. Allerdings wird den Kindern – sowie Eltern oder anderen Verwandten – auch einiges an Wissen über das Leben der Piraten und auf einem Schiff vermittelt.

Das geschieht unter anderem bei der „Piratengeschichte“, die eine Mitarbeiterin des Museums vorträgt. Beim „Piratenmemory“ geht es um Begriffe wie zum Beispiel Kajüte oder Steuerbord und Backbord. Die Piratenschule findet in diesem Jahr zum zehnten Mal statt und hat sich im Laufe der Jahre immer weiter entwickelt, wie Stefanie Robl berichtet. „So haben wir heute zum Teil professionelle Schauspieler, die die Kinder begeistern. Und auch das Schminken machen heute gelernte Visagisten. Außerdem sind die Spiel- und Bastelangebote immer weiter angepasst worden“, berichtet die Museumsinspektorin. Insgesamt zehn Mitarbeiter und Helfer betreuen die Gäste.

Zu den Spiel- und Bastelangeboten gehören neben dem Fechten auch das Gestalten von Schiffen nach eigenen Vorstellungen. Dabei werden Bilder von historischen Schiffen (die in der Ausstellung zu sehen sind) mit eigenen ausgeschnittenen Bootsteilen ergänzt. Am Ende heißt es für die Piratenschüler dann noch, die Prüfung abzulegen. Dazu müssen sie in die „Kapitänskajüte“ im zweiten Stock begeben und dort die Fragen der Kapitänin beantworten. Die hervorragend zurechtgemachte Schauspielerin, einschließlich falscher langer Nase, fragt unter anderem nach dem richtigen Wort für „die Spitze des Schiffes“, wie sie sagt.
Können die kleinen Piraten die antworten, gibt es zum Schluss ein Diplom für die bestandene Prüfung.

Im Innenhof des Museums warten Kaffee, Kuchen und andere Leckereien auf die Besucher. Beim Goldsuchen kann die Zeit vertrieben werden. Ganz zufrieden ist Stefanie Robl mit der Veranstaltung jedoch noch nicht. „Wir haben normal um die 250 Besucher am Tag. Das haben wir am Montag leider nicht erreicht“, berichtet sie. Als Grund für die fehlenden Gäste sieht sie das gute Wetter, „das die Menschen nicht unbedingt in ein Museum ziehen lässt“, wie sie meint. Aber heute (Dienstag, Anm. d. Red.) kämen schon mehr Besucher, sagt sie. Das Museum ist in der Ferienwoche von 10 bis 15 Uhr für die kleinen Piraten geöffnet.

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