Mittwochstreff

Der Pastor schnackt, und seine Frau macht Musik

Der Pastor schnackt, und seine Frau macht Musik

Der Pastor schnackt, und seine Frau macht Musik

Apenrade/Aabenraa
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Foto: privat

Hauke Wattenberg und seine Frau Christiane besuchten den Apenrader Mittwochstreff

Pastorin Anke Krauskopf begrüßte die zahlreichen Gäste, darunter Christiane und Pastor Hauke Wattenberg, an den von Heike Sigel-Glockow frühlingshaft geschmückten Tischen. Alle, die sich bei dem unfreundlichen Wetter auf den Weg gemacht hatten, wurden mit einem unterhaltsamen Nachmittag belohnt. Nach dem Kaffee spielte Christiane Wattenberg Frühlingslieder zum Mitsingen, und Hauke Wattenberg erzählte, wie er und seine Frau nach Sonderburg gekommen waren. Das war 2011, nachdem aus der Bewerbung für Stockholm nichts wurde und Sonderburg einen Pastor suchte.

In Kappeln aufgewachsen, kannte Hauke Wattenberg die Butterfahrten, die nach Sonderburg gingen. Im Sonderburger Schloss hörte er damals die Geschichte von den wandernden Särgen, die Inge Adriansen erzählte. In der Schlosskapelle war es unheimlich, denn nach dem Saubermachen standen die schweren alten Särge nicht mehr genau an ihrem Platz. Wenn die Schiffe an die Kaimauern stießen, setzte sich die Bewegung bis in die Schlosskapelle fort.

Christiane Wattenberg spielte nach der Erzählung das Lied „Hoch auf dem gelben Wagen“, in dessen letzter Strophe von einem Gerippe die Rede ist.

„Wenn man ins Ausland fährt, lernt man etwas über sich.“ So erlebte Hauke Wattenberg bei seinem Besuch des Deutschen Tages in Tingleff, dass jemand meinte: „Sie gehören aber nicht dazu.“ Woraufhin die Antwort „Ich bin Ausländer“, die Reaktion „Kein echter. Sie sind ja kein Moslem“, hervorrief.

Wattenbergs Kinder wurden bald nach dem Umzug konfirmiert. Da musste die Kleiderfrage geklärt werden. Für den Sohn kein Problem. Aber konnte die Tochter im grünen Kleid mit roter Jacke kommen? Oder eine Freundin in Rosa? Nein, Weiß musste es sein. Das fand sich zum Glück, und alle Mädchen kamen traditionell in Weiß.

Es kommt vor, dass Gemeindemitglieder ein schlechtes Gewissen bekommen beim Anblick des Pastors; sie entschuldigen sich, dass sie nicht in die Kirche kamen. „Aber bei den Dänen war ich auch nicht!“

Pastorin Krauskopf bedankte sich für den unterhaltsamen Nachmittag.

Die nächste Veranstaltung des Mittwochstreffs ist am Mittwoch, 10. April, die Generalversammlung.

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