Umwelt

Öl nach Leck in Apenrade weiter ostwärts verdriftet

Volker Heesch
Volker Heesch Hauptredaktion
Apenrade/Aabenraa
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Ein Ölfilm auf dem Wasser am Apenrader Hafen. Foto: Scanpix

Noch immer verunreinigt Dieselöl aus dem Leck vom Donnerstag die Apenrader Förde. Schon ein Tropfen Öl entzieht 80 Litern Wasser den Sauerstoff.

Nachdem nach Auslösung des Ölalarms an der Apenrader Förde beschwichtigt worden war, dass keine größen Umweltschäden zu befürchten seien, hat die Polizei am Sonntag mitgeteilt, dass der Ölteppich weiter ostwärts entlang des nördlichen Fördeufers verdriftet worden ist.

Die Strände sind bis in den Bereich Scherriff verunreinigt. Die Behörden raten vom Baden in der Apenrader Förde ab, die Blaue Flagge ist in Apenrade eingeholt worden. Laut Bereitschaftsbehörde setzt man weiter darauf, dass das Dieselöl, das beim Pumpen des Treibstoffs von einem Tank der Firma DanBalt in einen anderen ausgelaufen ist, wegen der relativ hohen Luft- und Wassertemperaturen verdampft.

Allerdings ist auf jeden Fall mit Umweltschäden zu rechnen, denn ins Wasser gelangtes Öl entzieht dem Wasser beim Abbau Sauerstoff und schädigt Tiere. Ein Tropfen Öl (0,2 ml) soll nach Forschungen des Max-Planck Instituts für Marine Meeresbiologie in Bremen den in 80 Liter Wasser enthaltenen Sauerstoff entziehen. In tieferen Bereichen der Förde herrscht aktuell ohnehin schon Sauerstoffschwund.

Während die Behörden vom Auslaufen von 200.000 Liter Heizöl ausgeht, spricht die Firma DanBalt weiter von „nur“ 60.000 Litern. Ob es strafrechtliche Konsequenzen gibt, ist offen.

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