Stadtentwicklung

Nygadekomplex: Heimhilfe oder Kulturzentrum?

Nygadekomplex: Heimhilfe oder Kulturzentrum?

Nygadekomplex: Heimhilfe oder Kulturzentrum?

Gesche Picolin
Gesche Picolin Journalistin
Apenrade/Aabenraa
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Kurt (l.) und Erwin Andresen sind die beiden Mandatsträger der Schleswigschen Partei im Apenrader Stadtrat. Foto: Karin Riggelsen

Vertreter der Schleswigschen Partei stimmten unterschiedlich ab.

In der Januarsitzung des Apenrader Stadtrats zeigten sich die beiden Mandatsträger der Schleswigschen Partei (SP), Kurt und Erwin Andresen, uneins. Es ging unter Tagesordnungspunkt 12 um den bevorstehenden Umzug der kommunalen Heimpflege. Und zwar aus teuer angemieteten Räumen in der H. P. Hanssensgade in zurzeit leer stehende kommunale Räumlichkeiten im Nygadekomplex. Der Umzug kam zur Sprache, weil der Entwicklungsausschuss für das Quartier einen neuen Flächennutzungsplan gezeichnet hatte.

Heimhilfe bedeutet Verwaltung

Denn damit die Heimpflege dort einziehen kann, muss zunächst der bisherige Zweck der Nutzung geändert werden. Derzeit ist der Zweck gemeinnützig, das Gebäude ist nutzbar als Kulturzentrum oder für Bildung und Unterricht (hier war bisher die 10. Klasse untergebracht). Doch künftig sollen dort eben auch Verwaltung und öffentlicher Dienst agieren können.

Kulturzentrum als Kraftstätte im Herzen der Stadt

Der Vorschlag zum Flächennutzungsplan sollte somit in die Anhörung geschickt werden. Hier meldete sich Kurt Andresen (SP) zu Wort: Der Nutzungszweck solle nicht geändert werden. Er werde gegen eine Anhörung stimmen.

Der Grund: Andresen sieht Entwicklungspotenzial für die Stadtmitte. Er sagte: „Die Nygadegebäude könnten Teil eines Kulturzentrums sein!“ Sie würden somit zur„kulturellen Kraftstätte im Herzen der Stadt.“ Eben dies entspräche auch dem Gedanken im Entwicklungsplan „Fremtidens Købstad — Fremtidens Aabenraa“.

Änderungsvorschlag geht dennoch in Anhörung

Und so schloss er mit den Worten: „Ein Kulturzentrum in der Nygade kann zu mehr Stadtleben in Apenrade beitragen.“ Kurt Andresen stimmte somit gegen die öffentliche Anhörung mit der Begründung, die er im Übrigen zu Protokoll geführt haben wollte: „Am derzeitigen Anwendungszweck des Flächennutzungsplans der Nygadegebäude als Kulturzentrum und für Unterricht sowie dazugehörende Freiareale soll festgehalten werden.“

Der Flächennutzungsplan wurde am Ende mit 29 von 31 Stimmen zum 8. Februar für fünf Wochen in die öffentliche Anhörung geschickt.

In der Januarsitzung vertrat Kurt Andresen (r.) eine starke Haltung. (Archivfoto) Foto: Karin Riggelsen
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