Fazit

Nordschleswigs größter Treffpunkt: Die Tierschau

Gesche Picolin
Gesche Picolin Journalistin
Apenrade/Aabenraa
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Die nordschleswigsche Gemeinschaftstierschau ist weiterhin eine landwirtschaftliche Messe, die aber auch die Stadtbewohner anspricht. Foto: Karin Riggelsen

20.600 Besucher kamen bei Kaiserwetter nach Apenrade. Die Idee des „Folkemøde“ als wurde als Modell für die Zukunft vom Vorsitzenden vorgeschlagen.

20.600 Besucher kamen bei Kaiserwetter nach Apenrade. Die Idee des „Folkemøde“ als wurde als Modell für die Zukunft vom Vorsitzenden vorgeschlagen.

Der Vorsitzende der Apenrader Tierschau, Jørgen Popp Petersen, hat ein Anliegen: Er möchte aufklären. Über die Landwirtschaft. Und er hat Ideen.
Es habe eine starke Nachfrage nach Plätzen gegeben, so Popp, somit waren alle Ausstellerplätze gebucht. Auch neue Aussteller waren in diesem Jahr dabei. Popp sei erfreut über die „gute Rückendeckung von Ausstellern und Publikum“ und nennt die Tierschau eine landwirtschaftsfachliche Messe. Die Apenrader Tierschau charakterisiert er als „Nordschleswigs größten Treffpunkt“. Und das birgt Potenzial. „Das Besondere in Apenrade ist, dass wir mehr als nur Tierschau sind, wir haben einen Jahrmarkt, und wir wollen Debatten anregen. Da denke ich an das Bornholmer Folkemøde. Dort werden Diskussionen angestoßen. Das kann ich mir auch als Modell für uns vorstellen, dass wir Foren schaffen zur Diskussion über die Bereiche Natur, Umwelt, Landwirtschaft.“

Verbraucher aufklären –Diskussionen anstoßen

Bei einem Kulturereignis wie dem Tønder Festival dagegen, so Popp, da stelle das Publikum keine Fragen, sondern konsumiere. „Landwirtschaft und Ernährung aber stehen zur Diskussion. Die Verbraucher wollen aufgeklärt werden. Wenn wir künftig einen Bereich auf dem Platz für Debatten reservieren, dann spricht das auch wieder ein neues Publikum an.“

Er sei besorgt gewesen, so Popp, da die Tierschau aufs Pfingstwochenende fiel, wo viele Dänen traditionell im Urlaub sind. Aber es sei gut gegangen. Und das Wetter spielte mit, sodass bei Kaiserwetter mit 20.600 Besuchern nur einige weniger zu verzeichnen waren als im vergangenen Jahr. Am Sonnabend hat sich aber auch ein Unfall ereignet: Ein Pferd hatte sich auf der Tierschau erschreckt und infolgedessen einen Aussteller getreten. Dieser kam sofort ins Krankenhaus. Er erlitt einen Kieferbruch.

Die schwierige Parkplatzsituation in Apenrade ist das immerwährende alte Lied, wo Popp die Kommune in der Pflicht sieht. Der Shuttlebus, der vom Hafen zum Tierschauplatz fährt, werde gut angenommen, müsse aber noch besser bekannt gemacht werden.

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