Vorerst kein Zuschuss

Neuer Rasen kommt – später

Gesche Picolin
Gesche Picolin Journalistin
Apenrade/Aabenraa
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Foto: Gesche Picolin

In der aktuellen Verteilung erhält der Kunstrasen in Apenrade keine Unterstützung. Der Bürgermeister verspricht aber, schnellstmöglich Geld zu finden.

In der aktuellen Verteilung erhält der Kunstrasen in Apenrade keine Unterstützung. Der Bürgermeister verspricht aber, schnellstmöglich Geld zu finden.

Das Haushaltsgesetz der Regierung für 2017 hat 300 Millionen Kronen zur Verfügung gestellt für Kommunen mit finanziellen Schwierigkeiten. Hiervon erhält Apenrade einen einmaligen Zuschuss von 18,3 Millionen, wir berichteten.

Bereits im Februar hatte der Ökonomieausschuss allerdings beschlossen, davon zehn Millionen als Polster für den Sozialausschuss zu reservieren. Weitere 1,94 Millionen wurden vorgesehen für den Umzug der Förderschule Fjordskole nach Krusau.

Über die übrigen 6,3 Millionen Kronen hat der Ausschuss mit seinem Vorsitzenden, Bürgermeister Thomas Andresen (V), am Dienstag beraten und eine Liste aufgestellt, die jetzt noch vom Stadtrat genehmigt werden muss.

Komplett leer gehen hierbei die Kunstrasen-Fußballplätze in Apenrade und Bau aus. Die Einmalzuschüsse seien für kleinere Projekte vorgesehen, der Kunstrasen sei dem Bürgermeister dennoch sehr wichtig: „Obgleich wir jetzt kein Geld für die Kunstrasen in Bau und Apenrade zur Verfügung haben, werden wir das Geld schnellstens finden.“

Als ganz großer Gewinner mit einem Einmalzuschuss soll der Material-Topf für Initiativen in ländlichen Gebieten mit 661.000 Kronen aufgestockt werden. Besonderes Augenmerk werde hier auf den Bau von Spielplätzen gelegt. Hierzu schrieb Philip Tietje (V), der Vorsitzende des Entwicklungsausschusses, am Dienstag auf Facebook: „Also spitzt die Bleistifte und bewerbt euch! Auch die bereits eingegangenen Bewerbungen werden wir mit neuen Augen betrachten.“

Etwas anders gewichtet wird die Arbeit des Apenrader Frauenhauses „Krisecenter“. Hier kann immerhin 100.000 Kronen entgegengesehen werden.
Für die inwendige Renovierung der Arena stehen wiederum 600.000 Kronen bereit, und dies habe nichts mit dem Konkurs(wir berichteten) zu tun, so der Bürgermeister. Ein Großteil der Multiarena sei fertig und bereits übergeben.

Die berühmte Telemauer von Ulla Viotti soll aus ihrem Depot wieder ans Tageslicht kommen, dafür stehen 350.000 Kronen bereit. Wo sie allerdings zur Geltung kommen wird, ist unklar. Möglich sei ein Standort im zur Förde weisenden Rathauspark. In die Entscheidung soll auch der Kunstrat mit einbezogen werden.

Außerdem hat der Ökonomieausschuss 150.000 Kronen vorgesehen, um wieder einen Mitarbeiter im Touristbüro zu haben. Dies hatte Philip Tietje im Namen des Stadtrats auf der Generalversammlung des Touristvereins am 7. März angekündigt. Der Rasen kommt. Später.

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Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur