Bürgertreffen

Nachbarschaftshilfe wird in Apenrade großgeschrieben

Gesche Picolin
Gesche Picolin Journalistin
Apenrade/Aabenraa
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Das Publikum amüsierte sich dabei, zu sehen, wie der „Einbrecher“ scheiterte. Foto: Claus Bech

Frei nach dem Motto „Mach dein Haus unattraktiv für den Einbrecher“ gab es Tipps von Fachleuten. Der Unterschied zwischen einem einbruchsicheren Fenster und einem ungesicherten kam beim Publikum besonders gut an.

Zum Bürgertreffen in der Apenrader Arena hatten sich am Donnerstag 315 Bürger aus Apenrade und Umgebung versammelt. Sie lauschten Hinweisen von Polizei, TrygFonden und der Nachbarschaftshilfeorganisation Nabohjælp.

Denn wenn die Sommerferien vor der Tür stehen, machen sich die Einbrecher an die Arbeit. „Wir sehen in Umfragen, dass jeder vierte Bürger sich vor einem Einbruch fürchtet. Jetzt hoffen wir, dass das Informationstreffen und der Einsatz von Kommune und Polizei dazu beigetragen hat, dass Apenrade zusammensteht. Zum einen, um Einbrüchen entgegenzuwirken, zum anderen, um die Furcht zu verringern und das Gefühl von Sicherheit zu erhöhen“, sagte Helle Taulbjerg, Repräsentantin von TrygFondens Regionalrat in Süddänemark.

Die Polizei berichtete, dass im vergangenen Jahr in der Kommune 185 Einbrüche in Privatwohnungen begangen wurden. Das waren weniger als im Vorjahr: 2016 waren es 296 gewesen. Im gesamten Polizeikreis, zu dem auch Esberg, Hadersleben, Sonderburg, Tondern, Varde, Vejen und Fanö zählt, gab es im vergangenen Jahr 2.023 Einbrüche. „Wir möchten die Bürger ermuntern zu reagieren und uns zu verständigen, wenn sie Verdächtiges beobachten“, so Preben Westh, Leiter des Områdecenter Syd der Polizei in Sonderburg, und er fuhr fort: „Aufmerksame Bürger sind uns eine große Hilfe. Sie können zu Aufklärung beitragen und vorbeugend wirken.“

Die Anwesenden erhielten Tipps für eine gute Zusammenarbeit mit der Polizei. Doch sie bekamen auch das Regelwerk des Einbrechers, wenn er zu Werk geht. Der Unterschied zwischen einem einbruchsicheren Fenster und einem ungesicherten kam beim Publikum besonders gut an.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Eine Chance für DR“