Kultur

Musik- und Kulturfestival verbindet Menschen

Paul Sehstedt
Apenrade/Aabenraa
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Musik aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen lud zum Mittanzen ein. Foto: Paul Sehstedt

Eva Kjer Hansen: „Durch Kennenlernen Mythen und Vorurteile abbauen“

Fremde Klänge, der Duft von exotischen Speisen und viele Menschen aus anderen Kontinenten machten das Musik- und Kulturfestival 2017 am Sonnabend in Apenrade aus, das in diesem Jahr im IBC stattfand. Hinzu gesellten sich Eingeborene, die teils Partner aus fernen Ländern gefunden hatten oder teils aus Neugierde und dem Wunsch, mit Spenden der Zielgruppe der NGO-Vereinigung „Afro-Asia-Educare“ zu helfen, erschienen waren.

Bemerkenswert war die Eröffnungsrede der ehemaligen Ministerin und jetziger Folketingsabgeordneten Eva Kjer Hansen: Sie unterschied sich wesentlich von der durch Integrationsministerin Inger Støjberg geführten Venstre-Politik der kulturellen und ethnischen Abschottung: „Für mich besteht kein Zweifel daran, dass unsere Gesellschaft ärmer und weit farbloser sein würden, wenn wir dem, das unterschiedlich von uns ist, keinen Platz einräumen wollen.“ „Unterschiede tragen auch dazu bei, dass wir uns selbst besser verstehen, welche Werte wir schätzen und an was wir glauben, welche Traditionen wichtig für uns sind und welche weniger wichtig. Wenn wir uns kreuz und quer treffen, werden wir nicht nur herausgefordert, wir werden bewusst, wer wir sind und wie wir unser Leben leben wollen.“

Das Festival wurde zum siebten Mal durchgeführt und Zweck war, Spenden für Unterrichts- und Patenschaftsprojekte in Asien und Afrika zu sammeln. Hauptsächlich werden sehr arme Schulkinder und Schulen auf den Philippinen und in Tanzania unterstützt. Schulen werden mit Unterrichtsmaterial, Computer und Inventar bedacht.

Als Vertreter der East Secondary School, einer Grundschule in Tanzania, war der Bank- und Geschäftsmann Hamisi Mhini angereist. Er bedankte sich für die finanzielle Unterstützung aus Apenrade und forderte die Festivalgäste auf, sein Heimatland zu besuchen: „Wir haben sehr viel zu bieten, und ich würde mich freuen, euch in Tanzania begrüßen zu können.“ Da der ostafrikanische Staat auf einer positiven Entwicklungswoge reitet, ist der Besuch Mhinis auch damit verbunden, Geschäftskontakte zu knüpfen.

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