Feuer in Apenrade

„Mögliche Brandstiftung? – ein schrecklicher Gedanke“

Anke Haagensen
Anke Haagensen Lokalredakteurin
Apenrade/Aabenraa
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Einige Mieter durften Donnerstagvormittag Kleidung und Wertsachen aus ihren hinteren Wohnungen holen. Foto: Anke Haagensen

Sechs Anwohner mussten am Donnerstagmorgen bei einem Brand in Apenrade evakuiert werden. Was den Brand verursacht hat ist noch nicht bekannt. Birgitte Herbst vom Handarbeitsladen „Garn  & Gevanter“ hofft, dass es keine Brandstiftung war.

„Weißt du eigentlich, dass dein Laden brennt?“ Diesen Anruf erhielt Birgitte Herbst Donnerstagmorgen um 5.40 Uhr von einer Anwohnerin des Hauses Ramsharde 10, in dessen Erdgeschoss sie den Handarbeitsladen „Garn & Gevanter“ betreibt.

„Nein, ich wusste keineswegs von dem Brand und bin gleich Hals über Kopf aus der Tür“, erzählt sie. Erst auf dem Weg in die Fußgängerzone fiel ihr ein, dass sie doch vielleicht lieber nachfragen solle, ob schon die Feuerwehr alarmiert worden war. Ja, das war sie und war schon seit 4.49 Uhr im Einsatz. Insgesamt sechs Bewohner mussten evakuiert werden. Die meisten konnten sich selbst ins Freie retten. Zwei Bewohner mussten allerdings mit dem Leiterwagen aus ihrer verqualmten Wohnung geholt werden. Sie mussten sich zudem mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ärztliche Behandlung begeben.

Brand entstand im Zwischenflur

„Der Brand ist nach meinem Wissensstand in einem Zwischenflur entstanden. Polizei und Feuerwehr hielten sich bezüglich der Brandursache sehr bedeckt. Die ganze Umgebung wurde mit Hunden abgesucht. Mir wurde es zum Beispiel nicht gestattet, über den Hintereingang in meinen Laden zu gehen, um keine möglichen Spuren zu verwischen“, erzählt „Gitte“ Herbst.

Das alles mache sie doch nervös. „Es deutet für mich zumindest darauf hin, dass Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden kann. Und wenn es tatsächlich so sein sollte, dann ist das für mich ein ganz schrecklicher Gedanke“, sagt die Geschäftsfrau. „Nicht auszudenken, was hätte passieren können, wenn zwei Bewohner nicht zufälligerweise wach geworden wären, weil Qualm in ihre Wohnung gedrungen war.“

Brandruine abgesperrt

Die Brandruine war abgesperrt und wurde den ganzen Tag über von Freiwilligen der Heimwehr bewacht. Einige Mieter durften gestern Vormittag in ihre Wohnungen, um sich Kleidung und Wertgegenstände zu holen. Andere Mieter konnten gar nicht in ihre Wohnung und hatten sich nur ins Freie retten können, mit dem, was sie gerade am Leib hatten. „Ein junger Mann war barfuß. Ich hatte zum Glück ein Paar passende Schuhe von meinem Mann im Laden, die ich ihm geben konnte“, erzählt „Gitte“ Herbst.

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