Soziales

Mehr Geld für Pflegeheime

Gesche Picolin
Gesche Picolin Journalistin
Apenrade/Aabenraa
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Das Pflegeheim in Tingleff. Foto: Kjeld Thomsen

Der Sozialausschuss hat außerdem zur Vorbeugung für gefährdete Jugendliche Stellung genommen.

Seit der Kommunereform vor zwölf Jahren ist Povl Kylling Petersen (Sozialdemokraten) der Vorsitzende des Sozial- und Gesundheitsausschusses in Apenrade. Doch damit ist jetzt Schluss. Sein Amt gibt er zum Jahreswechsel an Nachfolger Karsten Meyer Olesen (Sozialdemokraten) ab.

In seiner letzten Sitzung wurden einmalig 1,5 Millionen Kronen für die Arbeit in den kommunalen Pflegeheimen bewilligt. Noch sei unklar, wie das Geld verteilt werde, pro Heim oder pro Bewohner. Rechnerisch entspricht die Summe 4.200 Kronen jährlich pro Bewohner. „Nein, viel ist das nicht“, räumte der Vorsitzende Kylling Petersen ein. Es sei keine gewaltige Anhebung, oder wie er es metaphernreich ausdrückte: „Das Schiff ist noch nicht an Land.“ Angesichts der stetig wachsenden Anzahl der älteren und pflegebedürftigen Mitbürger hatte der Ausschuss schon länger den Wunsch, mehr Gelder einzuschießen. Das Geld ist jedoch dezidiert nicht für Nachtwachen vorgesehen, sondern dafür gedacht, dass nach Bedarf da oder dort mehr helfende Hände verfügbar sind.

Ein anderer Punkt auf der Tagesordnung waren die Notrufgeräte für bedürftige Bürger. Die Richtlinien zu dessen Einsatz waren kürzlich geändert worden und wurden diese Woche vom Ausschuss verabschiedet. Demnach ist es per 1. Januar 2018 gesetzlich möglich, die Notrufe zu bewilligen als zeitweilige Hilfsmittel. Das kommt dem Pflegepersonal entgegen, wenn es Bedarf sieht, ein solches Gerät auszugeben.

Für Bürger, die ein vorübergehendes Leiden haben und ein solches Gerät erhalten haben, gibt es nun eine einjährige Bewertung des Gesundheitszustandes. Anschließend aber soll das Gerät wieder eingesammelt werden.

Doch auch um gefährdete Jugendliche und deren Gesundheitsschutz ging es in der letzten Sitzung der Legislaturperiode. Der zuständige §17,4-Unterausschuss hat nun einen Ideenkatalog erarbeitet, der überaus lobende Worte vom Vorsitzenden erhielt. Denn damit wird der künftige Sozialausschuss ab Jahresbeginn weiterarbeiten.

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