Kommunalwahl 2021

Die Liste A verliert ein wichtiges Zugpferd

Die Liste A verliert ein wichtiges Zugpferd

Die Liste A verliert ein wichtiges Zugpferd

Apenrade/Aabenraa
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Kim Brandt wurde vor zwei Jahren von der Gewerkschaft 3F nach Kopenhagen geholt. Der neue Job und die vielen Reisen lassen sich auf die Dauer nicht mit einem Stadtratsmandat unter einen Hut bringen. Foto: Rune Hoejer

Der Sozialdemokrat Kim Brandt verzichtet bei den Kommunalwahlen im Herbst auf eine erneute Kandidatur. Der neue Job zollt seinen Tribut.

Am Ende dieses Jahres hat Kim Brandt zwei Legislaturperioden lang die Politik der Sozialdemokraten im Apenrader Stadtrat vertreten. Der Gewerkschaftler aus Baurup (Bovrup) hat nun seiner Partei mitgeteilt, dass er im Herbst nicht wieder kandidieren wird.

„Kim hat vor zwei Jahren eine neue Anstellung in Kopenhagen angenommen mit vielen Reisetagen zur Folge. Er sieht auf die Dauer keine Möglichkeit, den Job in der Hauptstadt und die vielen Dienstreisen mit der Stadtratsarbeit unter einen Hut zu bringen. Er hat sich deshalb entschieden, dass für ihn nach dieser Wahlperiode Schluss sein wird“, schreibt der örtliche Parteivorsitzende Jan Stubberup in einer Pressemitteilung.

Mit Kim Brandt verliert die Liste A in der Kommune Apenrade ein wichtiges Zugpferd. Er ist ein Mann der Tat und offensichtlich auch ein geschickter Verhandler, was ihm sicherlich auch den Gewerkschaftsjob in Kopenhagen beschert hat. Vorher war er fast 25 Jahre lang Vorsitzender der Gewerkschaft 3F in Apenrade.

Bei den Wahlen 2013 holte er die zweitmeisten persönlichen Stimmen; bei den Wahlen vor vier Jahren belegte er immerhin den fünften Rang.

Parteivorsitzender Stubberup kann sich jedoch darüber freuen, dass Kim Brandt gewillt ist, sich auch künftig kommunalpolitisch zu engagieren, allerdings mit dem kleinen Zusatz: „So es die Zeit erlaubt.“

Das ist allerdings nicht die einzige Hiobsbotschaft für das sozialdemokratische Lager. Sidsel Jensdatter Lyster, die erst vor wenigen Monaten ihre Kandidatur für die Liste A ankündigte, sieht sich gezwungen, ihre parteipolitischen Ambitionen zurückzustellen. Die Pastorin von Warnitz (Varnæs) begründet ihren Rückzieher mit dem zu erwartenden steigenden Arbeitsdruck. In der Propstei stehen umfassende Strukturänderungen an.

Allerdings gibt es auch eine gute Nachricht aus dem sozialdemokratischen Lager. Mit Cathrina Aaes Sørensen aus Jordkirch (Hjordkær) hat die Liste A ihr Team verstärken können – unter der Voraussetzung, dass die Mitglieder des Wählervereins dem zustimmen. Die 46-Jährige trat bei den Wahlen 2017 noch für die Radikale Venstre an und war deren Spitzenkandidatin.

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