Hochspannungsleitung

Linienführung bis Deutschland abgesegnet

Gesche Picolin
Gesche Picolin Journalistin
Apenrade/Aabenraa
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Hochspannungsleitung
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Die neue grenzübergreifende Hochspannungs-Verbindung ist beschlossene Sache – die allerdings Opfer fordert.

In der Stadtratssitzung ist am Mittwoch die künftige Linienführung zwischen Kassö und deutscher Grenze angenommen worden. Um künftig störungsfrei schnellen Strom über die Grenze hinweg zur Verfügung stellen zu können, wird Energinet gemeinsam mit dem deutschen TenneT die bestehende 220 kV-Hochspannungsleitung zwischen Kassö und Flensburg in eine neue 400 kV-Leitung umwandeln.

Auf dänischer Seite soll eine neue Leitung von Kassö zur Grenze entstehen, die Transformatorstation Kassö soll erweitert werden, und zwischen Kassö und Fröslee soll die bestehende Leitung demontiert werden. Seit Februar sind nun der Flächennutzungsplan und der Zusatz zur Erweiterung der Station Kassö in der Anhörung gewesen, es waren sieben Varianten der Linienführung vorgeschlagen. Insgesamt kamen 29 Antworten.

Allerdings haben die Antworten keinen Anlass zur Änderung des Flächennutzungsplans gegeben. Der Vorsitzende des Entwicklungsausschusses, Philip Tietje (Venstre), räumte ein, dass ein Projekt dieser Größenordnung nicht alle glücklich mache, da durch die neue Linienführung einige Bürger ihre Häuser verlassen müssen. „Es ist notwendig“, so der Politiker, „die Infrastruktur muss in Ordnung sein.“

Povl Kylling Petersen (Soz.) stimmte zu, eine unterirdische Leitung wäre besser gewesen. Jan Riber Jakobsen (Kons.) lobte Tietjes Arbeit, verstand jedoch nicht, wieso die Leitung jetzt zweimal die Autobahn kreuzen soll. Gert Nordklitgård von der Einheitsliste monierte insbesondere die Formulierung auf der Tagesordnung, der Plan sei im Februar vom Stadtrat angenommen worden. Er war damals nur in die Anhörung geschickt worden. Der Flächennutzungsplan sowie zwei Kommuneplanergänzungen sind am Mittwoch dennoch einstimmig angenommen worden.

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