Pilotprojekt

Lernlokomotive kreuzt durchs Land

Gesche Picolin
Gesche Picolin Journalistin
Apenrade/Aabenraa
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Eine Draußen-Aktivität der Apenrader Lernlokomotive Foto: Privat

Pilotprojekt bietet intensive Hilfestellung für Schüler mit Lernschwächen.

Die landesweite Initiative „Lernlokomotive“ bietet seit 4. September in Apenrade 6 Mädchen und 9 Jungen einen intensiven dreiwöchigen Lernverlauf in der Ungdomsskole am Sandved.

Projektleiterin Gitte Schultz Iversen erzählt vom Verlauf: „Wir hatten ein Treffen mit den ausgewählten Schülern im August, wo sie in Dänisch und Mathe getestet wurden. Das Ziel ist nun am Ende dieser Woche, dass sie bei einem neuerlichen Test erheblich besser abschneiden.“ Zielgruppe der Lernlokomotive sind Volksschüler, die Mankos in den beiden Fächern aufweisen.

Doch auch der Zugang zum Lernen das und Selbstvertrauen sollte gestärkt werden. Hierzu Iversen: „Charakterzüge, die beim Lernen helfen sind Selbstkontrolle, Engagement, Ausdauer, Dankbarkeit, Optimismus und Neugierde.“ Die Auswahl der Kandidaten ist in den Volksschulen getroffen worden, wo Klassenlehrer und der betreffende Schüler gemeinsam die Bewerbung um einen Platz schickten. Hier konnten sie bereits anmerken, in welchen persönlichen und sozialen Kompetenzen der Schüler Engpässe hat.

Die Teilnehmer haben sich für drei Wochen zu Disziplin verpflichtet. Der Tag startet mit Frühstück um 8 Uhr und endet um 19 Uhr. Es gibt je eine Stunde Dänisch und Mathematik, bis um 12 Mittag gegessen wird. Danach gibt es Zeit zum Bewegen, 15 Minuten für das Mobiltelefon und um 13.15 wieder Unterricht an allen fünf Tagen. Montags bis donnerstags aber wird auch täglich Zeit für das Erlernen von Lernstrategien verwendet: „Wer sich schlecht konzentrieren kann, sollte Lernstrategien erlernen. Das ist sehr relevantes Handwerkszeug“, so die Projektleiterin. Anschließend gab es 2,5 Stunden um mit jeweils zwei der vier Lehrer an den eigenen persönlichen und sozialen Kompetenzen zu arbeiten.

Die Tage endeten um 19 Uhr nach gemeinsamem Abendbrot. Dann werden die Schüler nach Hause in die gesamte Kommune gefahren. „Und nach so einem Tag sind die gut müde“, so Iversen. Während dieses Projekts bleiben ihre sonstigen Interessen auf der Strecke.“

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