Gerd Larsen

Ein langgehegter Wunsch erfüllt sich

Anke Haagensen
Anke Haagensen Lokalredakteurin
Apenrade/Aabenraa
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Gerd Larsen hofft, dass das Wetter am Sonnabend genau so schön ist wie in den letzten Tagen. Foto: Karin Riggelsen

Ein lang gehegter Traum geht in Erfüllung: An seinem 76. Geburtstag fährt Gerd Larsen mit dem BDN Apenrade in den Tierpark Hagenbeck.

Gerd Larsen versteht es selbst nicht, dass er nicht schon längst bei Hagenbecks gewesen ist, zumal der Hamburger Tierpark so nah ist. In diversen Zoos in ganz Europa ist der passionierte Sportler schon gewesen, aber in der Hansestadt war er noch nie. „Es hat einfach nie gepasst; irgendetwas kam wohl immer dazwischen“, vermutet der Noch-75-Jährige. An seinem 76. Geburtstag erfüllt der BDN quasi seinem Mitglied dessen langgehegten Wunsch: Bei der Fahrt zu Hagenbecks in Hamburg am Sonnabend ist Gerd Larsen nämlich dabei. Er hat – o Wunder – Zeit und muss nicht an irgendeiner Ruderregatta teilnehmen. „Ich freue mich drauf“, sagt Larsen.

Seit seiner Jugend stand der Besuch bei Hagenbecks schon auf der Wunschliste, dennoch war es ihm bislang nie gelungen. „Selbst als ich noch ein eigenes Auto hatte, sind doch immer andere Dinge wichtiger gewesen“, wundert sich Larsen im Nachhinein selbst über seine Dispositionen. Viel fern sieht er nicht, aber wenn, dann schaut er gern die Tierpark-Dokus, die fast täglich im Nachmittagsprogramm laufen. Deshalb reifte in ihm der Wunsch: Jetzt soll es endlich sein. „Ich hatte mir auch schon den Flixbusplan angeschaut, um demnächst nach Hamburg reisen zu können und dann kam das Angebot des BDN Apenrade“, erzählt Gerd Larsen.

Auch wenn er sich darüber freut, dass er gemeinsam mit den Kameraden des BDN die Hin- und Rückfahrt bestreiten wird, so möchte er den Tierpark im wahrsten Sinne des Wortes als Einzelgänger erobern. „Ich habe keine bevorzugte Tierart. Ich werde einfach versuchen, mir möglichst viele Tiere anzusehen – und mir so viel Zeit nehmen, wie ich will“, hat sich Larsen vorgenommen.

Vor einigen Jahren war er mit einer Rudergruppe in Berlin. Während die Kollegen durch die Innenstadt bummelten, besuchte er als einziger den Berliner Zoo. „Es hat mir da gut gefallen, dass ich keine Rücksicht auf andere nehmen musste. Ich konnte von Bank zu Bank wandern, mal kürzer, mal länger sitzen, um die Tiere zu beobachten. Wenn ich als Lehrer mit einer ganzen Klasse im Zoo gewesen bin oder auch gemeinsam mit einer anderen Person, musste ich dann doch immer Rücksicht nehmen“, erzählt er. Spannend fand Larsen in Berlin übrigens auch, die Schilder an den Bänken. „Die waren von verschiedenen Gönnern und Firmen gespendet worden“, erinnert er sich.

In guter Erinnerung ist Gerd Larsen auch der Besuch im damals zumindest nördlichsten Tierpark der Welt. Ein befreundeter Triathlet, den er bei einem Wettkampf in Husum kennenlernte, hatte ihn und seine damalige Lebensgefährtin nach Nordschweden, genauer nach Skellefteå, eingeladen.

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