Loddenhoi

Küstenverwaltung hat noch kein endgültiges Urteil gefällt

Küstenverwaltung hat noch kein endgültiges Urteil gefällt

Küstenverwaltung hat noch kein endgültiges Urteil gefällt

Paul Sehstedt
Loddenhoi/Lemvig
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Eine mehrere Meter breite Tangschicht säumt neuerdings den Strand von Loddenhoi. Foto: Paul Sehstedt

Die Küstenverwaltung will die endgültige Entscheidung noch vor Jahresende treffen.

Der umstrittene Jollenhafen am Strand von Loddenhoi (Loddenhøj) wurde am vergangenen Sonnabend offiziell eingeweiht, doch die Küstenverwaltung (Kystdirektoratet) in Lemvig hat auf Anfrage des „Nordschleswigers“ mitgeteilt, dass die Behörde noch keine endgültige Genehmigung getroffen hat. Gruppenleiter Hans Erik Cutoi-Toft geht jedoch davon aus, dass noch vor Jahresende die Entscheidung fallen wird, ob die Hafenanlage in ihrem jetzigen Zustand genehmigt werden kann – oder ob Nachbesserungen verlangt werden.

„Wir haben den Jollenhafen besichtigt und bearbeiten zurzeit die Fertigstellungsmeldung“, bestätigt Cutoi-Toft. „Da wir aber mit anderen Aufgaben sehr beschäftigt sind, vergehen da sicherlich noch einige Wochen, bevor weißer Rauch aufsteigt.“

„Ein blauer oder ein roter Stempel?“

„Irgendeine Farbe wird der schon haben, aber mehr kann ich nicht dazu sagen, außer dass eine Entscheidung getroffen wird“, sagt Cutoi-Toft. „Die Baugenehmigung haben wir schon vor vielen Jahren erteilt.“

Die Hafenanlage hat die Jollengilde „Loddenhøj Jollelaug“ trotz massiver Proteste der Bürgerinitiative „Bevar NaturStranden Loddenhøj“ gebaut worden. Sowohl die Küstenverwaltung als auch die Kommune Apenrade stellten Genehmigungen aus, und die Kommune steuerte sogar eine Million Kronen Zuschuss für den Bau eines Parkplatzes bei.

Im Laufe der Bauzeit hat die Bürgerinitiative mehrfach die Küstenverwaltung sowie die Kommune auf angebliche Verletzungen der Baupläne hingewiesen. Die Proteste verhallten erfolglos in den Gängen der Verwaltung. Seit der Fertigstellung des Hafens klagen Strandbenutzer über die deutlich verschlechterten Verhältnisse am Strand, und die Kommune hat eine Badewarnung für den nördlichen Teil zwischen dem Badesteg und der südlichen Mole ausgesprochen.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Grüne Zukunft“