Erneuerbare Energien

Kritik gegen Photovoltaik-Pläne

Anke Haagensen
Anke Haagensen Lokalredakteurin
Kassö/Kassø
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Die mit Pünktchen umrandeten grauen Felder hat sich die Energiegesellschaft als geeignete Photovoltaikflächen ausgeguckt. Foto: Kommune Apenrade/Skizze

Die Anwohner von Kassö und Umgebung sind nicht uneingeschränkt begeistert über die Aussicht, künftig auf Sonnenkollektoren statt auf grüne Felder blicken zu müssen. Der Investor verspricht eine grüne Hecke, die aber erst wachsen muss.

Wo jetzt noch grüne Ackerflächen sind, könnten in Zukunft kilometerweise Sonnenkollektoren stehen. Diese Aussichten stoßen bei den Anwohnern von Kassö und Umgebung nicht auf uneingeschränkte Begeisterung. Auf einem Bürgertreffen, zu dem die Kommune Apenrade kürzlich eingeladen hatte, machten rund 80 Anlieger ihren Ängsten und Befürchtungen Luft. Besonders stark war die Kritik aus dem Bereich Jolderup. „Wir werden deshalb in Jolderup noch ein Bürgertreffen durchführen“, kündigte der Vorsitzende des zuständigen Ausschusses für Wachstum und Entwicklung in Land und Stadt, Philip Tietje (V), an.

Tietje kann Sorgen der direkten Anwohner durchaus nachvollziehen, zumal die Flächen vorher als Ackerland ausgewiesen waren. Dass hier statt Tieren oder Pflanzen künftig Sonnenkollektoren stehen, damit war auch im übergeordneten Flächennutzungsplan nicht zu rechnen. Deshalb wird die Verwaltung auch noch untersuchen, wie bewerkstelligt werden kann, dass die vom Investor versprochene grüne Hecke nicht erst nach vielen Jahren den angekündigten Sichtschutz bietet.

Dass Photovoltaik-Felder nicht unbedingt Augenweiden sind, wissen die Tingleffer. „Im Unterschied zu Kassö war das Gebiet in Tingleff allerdings als Gewerbefläche ausgelegt. Von daher konnten die Tingleffer damit rechnen, dass dort irgendwann etwas gebaut werden könnte, das nicht unbedingt eine Zierde ist“, so Verwaltungsdirektor Stig W. Isaksen.

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