Corona-Lockerungen

Konfirmation bei strahlendem Sommerwetter

Konfirmation bei strahlendem Sommerwetter

Konfirmation bei strahlendem Sommerwetter

Apenrade/Aabenraa
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Pastorin Anke Krauskopf hat ihren Konfirmanden im Unterricht die „Perlen des Glaubens“ vorgestellt. Foto: vivat.de

Die sechs Mädchen und vier Jungen, die am Sonntag von Pastorin Anke Krauskopf in der Nicolaikirche eingesegnet wurden, stärkten sich für ihren „blauen Montag“ bei einem gemeinsamen Frühstück.

Die lange Wartezeit hatte für zehn Mädchen und Jungen am Sonntag ein Ende: Sie konnten – endlich – von Pastorin Anke Krauskopf in der Nicolaikirche eingesegnet werden.

Eigentlich hätte die Konfirmation am 10. Mai stattfinden sollen. Coronabedingt wurde der Termin verschoben.

Eine Konfirmation steht noch aus

Das Gros der Familien hatte sich für eine Juni-Konfirmation entschieden, so es die Corona-Lockerungen erlaubten. Ein junges Mädchen lässt sich erst im Spätsommer oder Herbst konfirmieren, in der Hoffnung, dass die schwedischen Verwandten zu dem Zeitpunkt nach Apenrade kommen dürfen.

Die Konfirmandengruppe durch das „Livets Hjul" fotografiert, hintere Reihe (v. l.): Lennard Klindt Hünersen, Emil Gehrke Klindt, Nicklas Helms und Leyla Backmann; vordere Reihe (v. l.): Victoria Lauesen, Helene Jessen, Filippa Østebø Rømer, Albertine Tvede Hansen, Sofie Michelsen Esbensen, Nikolaj Heesch Ekström und Pastorin Anke Krauskopf Foto: Paul Sehstedt

Sommerwetter und gute Laune

Die Stimmung am Sonntag war richtig gut – nicht nur wegen des strahlenden Sommerwetters! Viele Familien waren froh und dankbar, dass sie die Konfirmation noch vor den Sommerferien feiern konnten. Besonders, weil die Klasse im neuen Schuljahr geteilt wird, da ja traditionell in der 8. Klasse Schülerinnen und Schüler aus dem Umland dazukommen.

Die Perlen und ihre Bedeutung

Inhaltlich ging es bei dem Gottesdienst um die „Perlen des Glaubens“ als Gebetskette. Darauf war der gesamte Unterricht aufgebaut.

Im Gottesdienst ist Pastorin Anke Krauskopf den Perlenkranz noch einmal durchgegangen: Die Gottesperle als Frage nach Gott. Wer ist Gott für mich? Wo spüre ich etwas von Gottes Nähe?

Die Ich-Perle als Frage nach eigener Identität war für die Konfirmanden besonders wichtig. Direkt daneben befindet sich die Taufperle. Wie fühle es sich an, Gottes geliebtes Kind zu sein?

Die Wüstenperle hilft über Durststrecken und Dürrezeiten im Leben nachzudenken. Sie schärft aber auch den Blick für die Oasen.

Die blaue Gelassenheitsperle hilft dabei, zornige Gefühle zu überwinden, und die wirklich wichtigen Dinge im Leben zu finden. Die beiden roten Liebesperlen – da geht es um Menschenliebe und Gottesliebe – und auch die drei kleinen Geheimnisperlen sprechen indes für sich.

„Jeder Mensch hat Geheimnisse, die man mit niemandem teilen will. Allein Gott kennt uns, wie wir wirklich sind, und schaut uns mit den Augen der Liebe an“, unterstrich Pastorin Krauskopf.

Die schwarze Perle der Nacht steht für Trauer und Schmerz. „Auch dazu haben die Konfirmandinnen und Konfirmanden schon einiges zu sagen“, stellte die Pastorin fest.

Die weiße Perle der Auferstehung steht natürlich für Aufbruch und Neuanfang. Bleiben noch die sechs kleinen Perlen der Stille, die dazu auffordern, mal das Smartphone aus der Hand zu legen und die Stille zu hören.

Feierlicher Gottesdienst mit Gänsehautmomenten

Der Gottesdienst war sehr feierlich. Gesungen wurde auch. Und das „Halleluja“ von Leonard Cohen – dargeboten vom „Højmessekor“ der Apenrader Kirchengemeinde unter der Leitung von

Lise-Lotte Kristensen unter Beteiligung der ganzen Gemeinde, die ausdrücklich zum Mitsingen aufgefordert war, bildete sicherlich einen ganz besonderen Gänsehautmoment des Konfirmationsgottesdienstes in der Nicolaikirche.

Gemeinsames Frühstück am Montag

Am Montagmorgen trafen sich die zehn Konfirmandinnen und Konfirmanden mit ihrer Pastorin zum gemeinsamen Frühstück als Auftakt zum für den „blauen Montag“. Der Montag nach der Konfirmation ist in Dänemark für die Mädchen und Jungen ein schulfreier Tag, der normalerweise für gemeinsame Ausflüge in Shoppingcenter oder Freizeitparks genutzt werden.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Mutiges Museum“