Digitale Infotafeln

Klipleff und Loit sind als Nächstes dran

Klipleff und Loit sind als Nächstes dran

Klipleff und Loit sind als Nächstes dran

Apenrade/Aabenraa
Zuletzt aktualisiert um:
Eine digitale Infotafel steht unmittelbar hinter dem Apenrader Stadtschild am Løgumklostervej. Foto: Anke Haagensen

Nach Preisnachlass nutzen immer mehr Vereine und Veranstalter die digitalen Litfaßsäulen der Kommune Apenrade. Demnächst sollen zwei, vielleicht sogar drei weitere elektronische Infoständer angeschafft werden.

Die Kommune Apenrade will den Bestand ihrer digitalen Infotafeln um zwei und wenn das Geld reicht, sogar um drei weitere dieser elektronischen Litfaßsäulen erweitern. Die Kommune hat in ihrer Investitionsübersicht für die Jahre 2019 bis 2023 eine halbe Million Kronen für zusätzliche Pylone abgesetzt. Für das Geld lassen sich locker zwei Infoständer anschaffen und warten. Mit etwas Glück und Verhandlungsgeschick reicht das Geld sogar für drei.

Auf ihrer jüngsten Stadtratssitzung haben die Kommunalpolitiker schon einmal bestimmt, wo diese zwei oder drei Infoständer dann aufgestellt werden sollen. Priorität eins hat der Ort Klipleff/Kliplev, danach Loit/Løjt und schließlich die Arena Apenrade.

Einsatz für den Standort Pattburg

Stadtratsmitglied Jan Riber Jakobsen (Konservative) stellte sich zwar nicht gegen diese priorisierte Liste, wunderte sich aber dennoch sehr darüber, dass Pattburg es nicht einmal in diese Top drei geschafft hat.

„Neben Apenrade/Rothenkrug ist Pattburg der nächstgrößte Centerort der Kommune. Es wundert mich, dass man sich nicht für diesen Standort entscheidet, wo tagtäglich 9.200 Fahrzeuge entlangfahren. Viele der Passanten wohnen womöglich nicht in der Kommune, aber könnten sich durchaus für Veranstaltungen interessieren, die hier stattfinden“, lautete sein Argument.

Die elektronische Litfaßsäule am Tingleffer Centerplatz wird fleißig von den Vereinen genutzt. Foto: Anke Haagensen

Verkehrssicherheit hat Priorität

„Politik ist die Kunst des Möglichen, insbesondere, wenn nur eine halbe Million Kronen zur Verfügung steht. Wir würden diese Pylone gerne auch an vielen anderen Orten aufstellen, aber wir müssen auch gewisse Dinge berücksichtigten“, sagte Philip Tietje (Venstre) als Vorsitzender des Ausschusses für Wachstum auf dem Land und in der Stadt. Großes Gewicht hat hier das Thema Verkehrssicherheit. Die Infotafeln dürfen den Verkehrsteilnehmer auch nicht allzu sehr ablenken. Und dies sei in Pattburg eine große Gefahr.

Wer soll erreicht werden?

Darüber hinaus stellte sich die große Frage: Wen will man über die Infotafeln erreichen? „Ich bin davon ausgegangen, dass die Pylone primär den örtlichen Vereinen eine Plattform geben sollten, um auf ihre Veranstaltungen hinzuweisen. Meines Wissens sollten sie nicht die Kommune an sich bewerben. Wenn sie aber eingesetzt werden sollen, um Neubürger anlocken zu können, sollten wir vielleicht gezielt zusätzliche Mittel für diesen Zweck auftun“, meinte Jette Julius Kristiansen (Dänische Volkspartei) an ihren konservativen Kollegen gewandt.

Gerne mehr Infotafeln im ländlichen Gebiet

„Ich bin ein großer Anhänger dieser Pylone. Wenn es nach mir ginge, würde ich mich freuen, wenn uns gelänge, noch mehr Mittel für solche Infotafeln zu finden, um auch welche in Feldstedt, Rapstedt und Bülderup-Bau aufstellen zu können“, sagte der Vorsitzende des Kultur- und Freizeitausschusses, Lars Kristensen (Venstre).

Sechs digitale Litfaßsäulen

Die Kommune hat insgesamt sechs dieser digitalen Infotafeln angeschafft, die im Februar 2018 aufgestellt wurden: Zwei in Apenrade (am Flensborgvej vor dem Süderstrand und am Løgumklostervej), zwei in Rothenkrug (bei SuperBrugsen am Hærvejen sowie am Ribevej), In Tingleff an der Hauptstraße am Centerplatz sowie in Krusau am Grenzübergang).

Über die Homepage der Kommune Apenrade können Anzeigen auf diesen Infotafeln gebucht werden.

Die Infotafel am Süderstrand Foto: Anke Haagensen

Preissenkung brachte erwünschten Effekt

Anfangs wurden die elektronischen Litfaßsäulen kaum genutzt. Seitdem die Preise aber deutlich gesenkt wurden, hat sich das Bild gewandelt. „Es war von Anfang an so gedacht, dass sich der Betrieb dieser Infotafeln selbst trägt. Und das kommt jetzt ungefähr hin“, freut sich die zuständige Mitarbeiterin Stine Hansen. Sie ist zuversichtlich, dass sich dieser positive Trend fortsetzen wird.

Bibliothek hat eine eigene Infotafel

Eine siebte Litfaßsäule wurde übrigens vom kommunalen Bibliothekswesen in Apenrade angeschafft. Sie steht normalerweise unmittelbar vor der Apenrader Bibliothek am Haderslevvej, ist aber wegen der Erdarbeiten für den Genforeningsparken derzeit in Sicherheit gebracht worden. Dieser Pylon wird allein von der Bibliothek mit Inhalten gespeist.

Mehr lesen