Entwicklungsplan

„Klimaboulevard“ für Apenrade wird Boulevard

Gesche Picolin
Gesche Picolin Journalistin
Apenrade/Aabenraa
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Die H.P. Hanssens Gade in Apenrade. Foto: JT

Ausschuss für Technik und Umwelt hat entschieden: Der Durchbruch zum Gasværksvej kommt.

Ausschuss für Technik und Umwelt hat entschieden: Der Durchbruch zum Gasværksvej kommt.

Der sogenannte Klimaboulevard für Apenrade, er gehört als Begriff ab sofort der Vergangenheit an. Das hat der Ausschussvorsitzende für Umwelt und Technik, Bent Sørensen (V), am Mittwoch auf einer Pressekonferenz erklärt.

Am 7. Juni hatte sich der Technik- und Umweltausschuss mit dem Entwicklungsausschuss über die Zwecke eines solchen Klimaboulevards für Apenrade, der in den Entwicklungsplan „Fremtidens Købstad i 2035“ integriert war, geeinigt. Der Weg solle eine kombinierte Verkehrs- und Klimasicherungslösung bieten. Er solle zum Einen die H. P. Hanssens Gade entlasten, und zum Anderen mit einer Höhe von 2,5 Metern einen Damm gegen künftige mögliche Überflutungen der Stadt bilden, aber auch im Optimalfall zur Verschönerung der Stadt beitragen. Der ursprüngliche Plan würde 11 Hektar vor Überschwemmungen schützen. Rein praktisch würde also der Schwerverkehr Richtung Hafen und der Durchgangsverkehr vom Løgumklostervej zum Gasværksvej geleitet, um dann an der Schiffbrücke wieder herauszukommen.

Was vom Plan übrig ist, wurde gestern beschlossen. Die Entscheidung des Ausschusses hatte aufgrund der anstehenden Sommerpause Dringlichkeitscharakter, da sie weitreichende Konsequenzen für die Zukunft hat. Ein künftiger Ausschuss wird daran weiterarbeiten. Sobald die Bauarbeiten auf dem ehemaligen Cimbriagrund fertig sind, soll nun also der Durchbruch vom Løgumklostervej zum Gasværksvej geschaffen werden, und die Umgehungsstraße am Cimbriagrund vorbeiführend. „Der Gasværksvej soll jedoch keine todlangweilige Umgehungsstraße werden. Er wird Apenrades Boulevard“, so Sørensen. Geplant sind Bäume am Wegesrand sowie ein Blumenstreifen in der Mitte.

Indem man vom Dammbau absieht, wird man erneut auf den Küstenschutz sehen müssen. Die bisherige Idee mit dem Damm in Apenrade hätte elf Hektar Innenstadtbereich geschützt. Verschiedene andere Szenarien liegen vor. Eine Alternative wäre somit eine Hochwasserschutzschleuse, die ganze 41 Hektar im nördlichen Teil der Stadt beschützen würden. Dies wäre nach bisheriger Einschätzung aber auch die teuerste Lösung.

Was aber letztlich in Bezug auf Hochwasserschutz und Klimaanpassung geschieht, ist Zukunftsmusik. Sicher ist: Die H. P. Hanssens Gade wird entlastet werden. Und Apenrade bekommt eine spannende Umgehungsstraße.

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