Schulleben

K.i.M.: Wir machen das Beste draus

K.i.M.: Wir machen das Beste draus

K.i.M.: Wir machen das Beste draus

Apenrade/Aabenraa
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Die Zutaten stehen bereit, um in der Pfanne über dem Feuer zubereitet zu werden. Foto: K.i.M.

In der Schulfreizeitordnung der Deutschen Privatschule Apenrade ist viel los. Besonders unternehmen die Mitarbeiter etwas gegen den „Corona-Blues“.

„Es ist nicht schön“, fasst Marion Köstlin, Leiterin der Schulfreizeitordnung der Deutschen Privatschule Apenrade zusammen. „Wir hören nur noch schlechte Corona-Nachrichten. Das ist auch den Kindern anzumerken“, berichtet sie weiter. Und damit die Kinder und Mitarbeiter des K.i.M. (Kind im Mittelpunkt) nicht dem Corona-Blues verfallen, haben sich die Pädagogen etwas einfallen lassen.

Von In- zu Outdoor

„Wegen der Corona-Restriktionen halten wir uns viel im Freien auf“, erzählt Köstlin, „und weil wir den Kindern auch ein wenig Routine schuldig sind, haben wir uns überlegt, Angebote, die zuvor in unseren Räumen stattgefunden haben, nach draußen zu verlegen.“ Dazu gehört unter anderem die Obstbar. Dabei bereiten die Kinder Obst und Gemüse vor, waschen und schneiden es, und dann wird es später vom Büfett genommen und gegessen. „Wir konnten dabei nicht überwachen und deshalb nicht garantieren, dass die Kinder die Hygieneregeln einhalten. Deshalb haben wir die Obstbar nach draußen verlegt. Wir Mitarbeiter bereiten die Zwischenmahlzeit vor, und die Kinder können sich draußen davon nehmen“, berichtet die K.i.M.-Leiterin.

Die Kinder helfen fleißig mit. Foto: K.i.M.

Küche im Freien

Weil die Erfahrungen damit so gut waren, wurden die Mitarbeiter nochmals kreativ. Die „Outdoor-Küche“ wurde vor einigen Wochen ins Leben gerufen. Über einem Feuer wird eine große Pfanne, gehalten von einem dreibeinigen Stativ, aufgebaut. Darin entstehen leckere Pfannengerichte. „Die Mitarbeiter bereiten die Zutaten in der Küche vor, und auf dem Hof helfen uns die Kinder“, sagt Marion Köstlin. Die Kinder seien dabei eifrige Helfer. „Einige sind mit an der Pfanne dabei und rühren das Essen um, andere sorgen für das Feuer und für die Sicherheit.“ Und es schmecke allen richtig gut, berichtet sie. Das liege wohl auch daran, dass das Essen über dem Feuer lange vor sich hin köchele und einen herrlichen Duft verbreite, vermutet sie. So sind unter anderem schon Nudel-, Reis- und Kartoffelpfannen entstanden.

Lecker sieht es aus, was im K.i.M. in die Pfanne kommt. Foto: K.i.M.
Die Gerichte werden mit Appetit verzehrt. Foto: K.i.M.

Auch die Disco wurde schon auf den Hof verlegt. „Wir haben festgestellt, dass wir alle die Musik und das Tanzen vermisst haben“, sagt die Leiterin. Die Musikanlage wurde kurzerhand im Freien aufgestellt, „und wir haben dann ordentlich gefeiert. Das hat so viel Spaß gemacht“, erinnert sie sich.

Überschuss für den guten Zweck

Erfahrungen mit der Outdoor-Beköstigung wurden beim Motionstag gesammelt, der am letzten Schultag vor den Herbstferien abgehalten wurde. Dabei hat das K.i.M. wieder bei „Bag for en sag“ (Backen für den guten Zweck) teilgenommen. „Wir haben Brötchen gebacken und sie dann in der großen Pause verkauft. Dabei haben wir unseren Stand auf dem Hof aufgebaut und nicht wie gewöhnlich in unserem Gebäude“, erzählt Marion Köstlin. Der Erlös aus dem Verkauf, immerhin 850 Kronen, wurde an das „Børnetelefon“ gespendet. Dort können Kinder und Jugendliche anrufen und von ihrem Kummer und ihren Sorgen berichten. Ein Mitarbeiter versucht dann, Lösungen zu finden.

Weihnachts-Hygge auf dem Hof

Die Weihnachtswerkstatt, in der die K.i.M.-Kinder schon fast traditionell Geschenke für die Familie basteln können, wird im Corona-Jahr nach draußen verlegt. „Jeder Mitarbeiter bietet eine eigene ,Werkstatt‘ an. Wir haben diesmal den Fokus auf Naturmaterialien gelegt. So wird dann beispielsweise etwas geschnitzt. Ganz wichtig ist uns aber, dass wir uns dabei ,hyggen‘ können. Wir werden auch warmen Kinderpunsch und gebackene Pförtchen anbieten. Es soll so richtige Weihnachtsgemütlichkeit entstehen – auch wenn wir draußen sind“, berichtet Marion Köstlin. Sie freue sich schon auf die Weihnachtswerkstatt, schließt sie.

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