Angebliche Vergewaltigung

Keine Revision gegen dreifachen Freispruch

Paul Sehstedt
Viborg
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Foto: Rigspolitiet

Die Staatsanwaltschaft in Viborg geht mit dem einstimmigen dreifachen Freispruch von drei jungen Apenradern, die wegen einer angeblichen Vergewaltigung vor dem Schöffengericht in Sonderburg standen, nicht in Revision.

Die Staatsanwaltschaft in Viborg geht mit dem einstimmigen dreifachen Freispruch von drei jungen Apenradern, die wegen einer angeblichen Vergewaltigung vor dem Schöffengericht in Sonderburg standen, nicht in Revision. Dies teilte Henriette Davidsen von der Staatsanwaltschaft auf Anfrage dieser Zeitung mit.

Damit wurde ein Schlussstrich unter einen spektakulären Fall gezogen, der am Morgen des 18. Novembers 2016 seinen Anfang in Rothenkrug nahm, wo eine 17-Jährige zwei junge Männer zu einem gemütlichen Abend aufgefordert haben soll.

Stunden nach den Geschehnissen zeigte das Mädchen die drei Apenrader wegen Vergewaltigung an. Die Polizei nahm die Männer fest und sie saßen vier Monate lang in Untersuchungshaft bevor sie vor ein Schöffengericht gestellt wurden. Sie gaben den Geschlechts- und Oralverkehr zu, stritten aber ab, dass dies gegen den Willen des angeblichen Opfers geschah.Die Vernehmung des Opfers hinter verschlossenen Türen und die spätere öffentliche Vernehmnung der Zeugen der Anklage konnten das Gericht unter Vorsitz von Richter Jens Schultz-Hansen nicht von der Schuld des angeklagten Trios überzeugen.

Nach der Urteilsverkündung am 24. März sagte Strafverteidiger Carsten Hoyer dem Nordschleswiger, dass der Fall unnötig von der Polizei durch überflüssige Maßnahmen verschleppt worden sei. Den drei Freigesprochenen steht jetzt eine Haftentschädigung von rund 100.000 DKK pro Person zu.

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