Stadterneuerung in Apenrade

Kein Schadenersatz für Einnahmeeinbußen

Paul Sehstedt
Apenrade/Aabenraa
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Geschäftsleute die durch die Verzögerungen in der Rathausstraße Einnahmeeinbußen haben, werden keine Entschädigung bekommen, sagt Thomas Andresen. Man sei bestrebt die Nachteile zu minimieren, könne sie aber nicht verhindern, so der Bürgermeister.

Geschäftsleute die durch die Verzögerungen in der Rathausstraße Einnahmeeinbußen haben, werden keine Entschädigung bekommen, sagt Thomas Andresen. Man sei bestrebt die Nachteile zu minimieren, könne sie aber nicht verhindern, so der Bürgermeister.

„Wir zahlen grundsätzlich keinen Schadenersatz für Einnahm-Einbußen, die durch kommunale Baumaßnahmen entstanden sind“, erklärt Bürgermeister Thomas Andresen die Folgen für die anliegendenden Geschäftsleute durch Verzögerungen bei den Stadtsanierungsarbeiten in der Rathausstraße. „Wir sind bestrebt, die Nachteile, die Bauarbeiten mit sich ziehen, zu minimieren, können sie aber nicht verhindern.

Die laufende Stadtsanierung, für die rund 51 Millionen Kronen investiert werden, sollte gerne auf längere Sicht das Dreifache abwerfen. Wir wollen mehr Einwohner anziehen durch attraktive Wohnungsangebote“, fährt das Stadtoberhaupt fort. „Letztendlich sollten die kurzzeitigen Nachteile durch kommende Mehreinnahmen ausgeglichen werden!“

Ein im Februar gegründeter elfköpfiger Handelsrat, dem der Bürgermeister auch angehört, wird von der Kommune mit 200.000 Kronen gefördert. Der Aufgabenbereich des Rates liegt in der Ausarbeitung von Initiativen, die den Einzelhandel der Stadt stärken sollen.

Auf die Frage, ob diese Stärkung bedeutet, dass auch die Kommune vermehrt ihre Einkäufe lokal tätigen wird, verwies Andresen auf die kommunale Einkaufsstruktur, die sich am besten Leistungsangebot orientiert. „Wir sind dazu verpflichtet, genau auf die Kosten zu achten“, so der Bürgermeister. „Jede Firma und jeder Gewerbetreibende in der Kommune kann ein Angebot zu relevanten Aufgaben und Ausschreibungen abgeben.

Manche Bürger verstehen nicht, dass die Kommune meist über die kommunalen Einkaufszentralen handelt, obwohl einige Waren billiger in den lokalen Geschäften zu erwerben sind“, erklärt er das Vorgehen der Kommune. „Wir müssen aber auch daran denken, dass wir die Lohnkosten für unsere Mitarbeiter einrechnen müssen, falls wir viele von ihnen losschicken, um ‚billiger‘ einzukaufen. Unterm Strich kann der vermeintlich günstige Einkauf teurer werden, wenn wir alle Kostenfaktoren berücksichtigen!“

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Einsamer Dorfsheriff“