Visions-Tagung

Jünger und besser vernetzt: Sozialdienst setzt neue Ziele

Sara Wasmund
Sara Wasmund Hauptredaktion
Apenrade/Aabenraa
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Das Herz des Sozialdienstes – das Haus Quickborn. Foto: Archiv

Was will und kann der Sozialdienst in Zukunft leisten – und wie soll dies umgesetzt werden? Darüber berieten rund 30 Mitglieder aus den Ortsvereinen im Haus Nordschleswig in Apenrade. Vor allem ein Punkt wurde dabei immer wieder genannt.

Jüngere Vorstände, mehr Sichtbarkeit online und neue Angebote: Bei einem Visionstreffen hat sich der Sozialdienst für Nordschleswig am Wochenende neue Ziele gesteckt.

Rund 30 Mitglieder aus den Ortsvereinen sowie Hauptamtliche des Sozialdienstes kamen im Haus Nordschleswig zusammen. Moderiert und begleitet von Praktikanten aus der Minderheit legte die Diskussion schnell einen gemeinsamen Wunsch frei: „Wir wünschen uns jüngeren Nachwuchs in den eigenen Reihen. Wir wünschen uns, dass die Aktivitäten generationenübergreifender werden“, sagt Gösta Toft, im zweiten Jahr Vorsitzender.

Der Sozialdienst sei schließlich kein Seniorendienst, auch wenn viele Angebote von Senioren wahrgenommen werden. „Hier wollen wir breiter werden. Wir wünschen uns als Zielgruppe die Mitbürger zwischen 50 und 65. Da sind oft die Kinder aus dem Haus oder die Frührente hat begonnen. Wir brauchen Menschen diesen Alters, die Lust und Zeit haben, sich ehrenamtlich zu engagieren.“ Die Tagungsteilnehmer stellten fest, dass Ideen und eigene Vorschläge für Aktivitäten erwünscht sind.

Neue Angebote

„Wir wollen raus aus dem Schubladendenken und neue Angebote machen.“ Deutliches Interesse an digitaler Fortbildung kam aus den Ortsverbänden. „Wir wollen in Sachen Digitalisierung Schulungen anbieten“, so Toft. Zudem will man die eigenen Internetauftritte beleben.

Ein anderer Kernpunkt des Tages war die Vernetzung zwischen den Vereinen und Organisationen innerhalb der deutschen Minderheit. „Gerade bei der Digitalisierung wünschen wir uns Mithilfe, beispielsweise vom Jugendverband. So können wir die Generationen zusammenbringen.“

Auch Bewegungsangebote will der Sozialdienst in Zukunft vermehrt in Zusammenarbeit mit deutschen Vereinen anbieten. „So haben wir alle in der Minderheit etwas davon“, so Toft.

Der Visionen-Workshop war von BDN-Koordinator Thore Naujeck ausgearbeitet und geleitet worden. Eine Zusammenfassung der erörterten Visionen soll in Kürze erscheinen.

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