Covid-19

„Hurra, ich habe einen Impftermin!“

„Hurra, ich habe einen Impftermin!“

„Hurra, ich habe einen Impftermin!“

Apenrade/Aabenraa
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Carsten Lund freut sich, dass er schon am Montag seine erste Impfportion erhält. Foto: Karin Riggelsen

Der 90-jährige Apenrader Carsten Lund hat jetzt Termine für die erste und zweite Corona-Schutzimpfung erhalten. Er musste allerdings Geduld mitbringen.

Carsten Lund ist glücklich. „Hurra, ich habe einen Impftermin!“, berichtet er am Telefon.

Der 90-jährige Apenrader hatte sich am Dienstag vergeblich um einen Termin bemüht. „Der Nordschleswiger“ berichtete.

Vielleicht Donnerstag

Am Dienstag erfuhr er von der freundlichen jungen Dame im Callcenter der Region Süddänemark, dass es derzeit nicht ausreichend Impfstoffe gebe, dass die Region aber – mit etwas Glück – bereits am Donnerstag oder Freitag zusätzliche Impfportionen erhalten würde.

Der Konzernchef der Region, Kurt Espersen, war diesbezüglich etwas zurückhaltender gewesen, als ihn „Der Nordschleswiger“ zu den Aussichten befragte.

„Versucht es in der nächsten Woche wieder“, lautete am vergangenen Dienstag sein Rat an alle Einwohner der Region Süddänemark, die der Impfgruppe 3 angehören, also 85 Jahre und älter sind und schon eine Impfeinladung in ihrem (digitalen) Briefkasten erhalten haben.

Geduld wurde belohnt

Carsten Lund versuchte schon am Donnerstagmorgen sein Glück. Allerdings musste er einige Geduld aufbringen. „Ich hing geschlagene 35 Minuten in der Warteschleife“, erzählt er. Der 90-Jährige kam dann durch, aufgrund eines technischen Problems musste der Anruf jedoch abgebrochen werden: Die Callcenter-Mitarbeiterin konnte den Apenrader nicht hören, er sie aber schon.

„Ich habe gleich wieder angerufen. Erneut dauerte es 35 Minuten bis ich dann durchkam. Dann aber klappte alles wunderbar. Ich habe am Montag meinen ersten Impftermin und am 22. März meinen zweiten“, berichtet Carsten Lund.

Pfizer, ja bitte

Er hat sich auch gleich erkundigt, welcher Impfstoff sich in der Spritze befinden wird, wenn er am Montag seinen Ärmel hochkrempelt. „Es wird das Serum von Pfizer sein. Ich hätte auch das von Moderna genommen“, sagt der rüstige Apenrader. Den Impfstoff von Astrazeneca hätte er indes abgelehnt. Das wäre ihm zu unsicher gewesen. Ihm ist es wichtig, auch gegen die südafrikanische Mutante geschützt zu sein, da seine Familie über alle Welt verstreut ist.

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