Regenwasserbassin

Hohe Kolstrup: (K)ein neu entstandener See

Gesche Picolin
Gesche Picolin Journalistin
Apenrade/Aabenraa
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Über diesen „neuen“ See hatten sich Anwohner gewundert. Dabei ist der älter als die heutige Wohnsiedlung. Foto: Karin Riggelsen

Regenwasserauffangbecken schaffte Verwundern. Becken müssen immer mal gereinigt werden.

Der neue See am Radweg auf Hohe Kolstrup ist ein Regenwasserbassin. Innerhalb der vergangenen Wochen sind im dicht bewachsenen Gebiet bei Damms Teglgård Bäume gefällt worden, und Baggermaschinen haben „aufgeräumt“. Das gerodete Gelände befindet sich im Bereich zwischen Damms Teglgård, Camma-Larsen-Ledets-Vej und Radweg Richtung Nørreskovparken.

„Das ist kein neuer See“, weiß Biologin Lonnie Jessen von der Kommune. „Das ist ein Regenwasserbassin.“ Auf einem Luftfoto aus dem Jahr 1973 ist das Bassin bereits zu sehen. Es ist somit älter als die heutige Besiedelung auf Hohe Kolstrup. Die Versorgungsgesellschaft Arwos ist für diese Regenwasserauffangbecken zuständig. Es gibt tatsächlich mehrere von ihnen auf Hohe Kolstrup. Diese Bassins sollen der Überschwemmung durch Regen entgegenwirken.

Doch wenn die zuwachsen, kann der Regen seinen Weg nicht mehr in die Becken finden. Arwos muss die Becken also hin und wieder reinigen. Und wie Jessen feststellt, ist dies bei diesem über 40 Jahre alten Becken nun zum ersten Mal geschehen. „Es war sehr zugewachsen“, so die Biologin. „Blätter fallen von den Bäumen und füllen das Bassin auf. Das kann dann nicht mehr so viel Regenwasser aufnehmen. Im Zweifel endet das Wasser in den Gärten der Anwohner.“

Die Versorgungsgesellschaft hatte im Mai vergangenen Jahres den Antrag bewilligt bekommen. Allerdings darf das Reinigen immer nur im Zeitraum zwischen 1. Oktober und 1. März passieren. „Hierbei nehmen wir Rücksicht auf laichende Kröten und Frösche, die sich da tummeln können“, weiß die Biologin. Damit ist das Rätsel um den neuen See auf Hohe Kolstrup wohl gelöst.

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Leitartikel

Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
„Venstre-Wellen“