Wirtschaftsbarometer

Hoffnung auf mehr Lehrstellen

Hoffnung auf mehr Lehrstellen

Hoffnung auf mehr Lehrstellen

Apenrade/Aabenraa
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In Apenrade klafft die Covid-Schere nicht ganz so drastisch auseinander. Foto: AdobeStock

Die Corona-Pandemie scheint in Apenrades Wirtschaft nicht so tiefe Spuren zu hinterlassen, wie in anderen Teilen des Landes. Die Unternehmer blicken recht zuversichtlich in die Zukunft, zeigt zumindest das aktuelle Wirtschaftsbarometer.

Auch wenn die Umfrage der Kommune Apenrade nicht wirklich repräsentativ ist, weil nur 313 der angeschriebenen 838 Unternehmen geantwortet haben, so gibt sie den Verantwortlichen im Rathaus doch einen kleinen Fingerzeig hinsichtlich der Erwartungen in der Wirtschaftsentwicklung in der Grenzkommune.

„Das erste Wirtschaftsbarometer nach Corona lässt zumindest vermuten, dass das Virus hier bei uns nicht so tiefe Spuren hinterlassen hat wie anderswo“, stellt der zuständige Stabs- und Arbeitsmarktdirektor im Apenrader Rathaus, Søren Lorenzen, erfreut fest.

Zuversichtliche Unternehmenschefs

Die Unternehmer blicken recht zuversichtlich in die Zukunft. „Das deckt sich eigentlich auch mit unseren Zahlen. Natürlich hat es auch hier bei uns eine gewisse Rezession gegeben. Sie war nur nicht so ausgeprägt wie anderswo“, sagt Lorenzen.

So wurden in der Kommune Apenrade während der Corona-Krise nicht großartig mehr Arbeitslose registriert als zu vergleichbaren Zeitpunkten in anderen Jahren.

Ein Problem weniger

In Zeiten des Aufschwungs klagen die Verantwortlichen in den Apenrader Betrieben häufig darüber, wie schwierig es sei, Fachpersonal zu finden. „In Zeiten mit Konjunkturrückgang reduziert sich das Problem“, stellt Søren Lorenzen mit Augenzwinkern fest.

Mehr Lehrstellen

Erfreulich sei auch die Tatsache, so der zuständige Stabs- und Arbeitsmarktdirektor, dass die Unternehmen zumindest ankündigen, künftig mehr Lehrstellen anzubieten. Dass die Firmenchefs allerdings vermuten, in der nächsten Zeit weniger soziale Verantwortung übernehmen zu können, dafür kann Søren Lorenzen durchaus Verständnis aufbringen. „Das ist ja klar, dass man in Zeiten mit Konjunkturrückgang sich zunächst auf sich selbst konzentriert“, sagt er.

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