Gesundheitswesen

Handlungsplan für die Psychiatrie erstellt

Handlungsplan für die Psychiatrie erstellt

Handlungsplan für die Psychiatrie erstellt

Apenrade/Aabenraa
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Der Psychiatrieanbau (im Vordergrund) am Apenrader Krankenhaus wurde 2017 mit einem Architekturpreis ausgezeichnet. Foto: Region Süddänemark

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Es herrscht große Zuversicht beim zuständigen Ausschuss der Region Süddänemark, dass die Probleme und Missstände, die in den vergangenen Wochen und Monaten aufgedeckt wurden, schon bald der Vergangenheit angehören.

In den vergangenen Wochen und Monaten hat es viele Klagen über beide Psychiatrieabteilungen im Apenrader Krankenhaus gegeben. Es sind auch schon einige Köpfe gerollt. Nun aber scheint es, dass die Krankenhausleitung die Probleme und Missstände unter Kontrolle gebracht hat.

Dem zuständigen Psychiatrie- und Sozialausschuss der Region Süddänemark wurde auf dessen Sitzung in dieser Woche ein Konzept präsentiert, das die Politiker sehr zuversichtlich stimmt.

Schwierige Aufgabe

„Wir sind auf unserer Sitzung die Pläne für die Erwachsenen-Psychiatrie durchgegangen. Die neue Abteilungsleitung steht gemeinsam mit der Psychiatrieleitung vor einer großen und schwierigen Aufgabe. Sie können sich allerdings unserer vollsten Unterstützung gewiss sein. Mit den bereits eingeleiteten Initiativen sind wir schon auf dem rechten Weg“, zeigte sich der Ausschussvorsitzende Thies Mathiasen (Dänische Volkspartei, DF) überzeugt.

Er hofft, dass der Handlungsplan das zerrüttete Vertrauen zwischen der Leitung und den Mitarbeitern wieder herstellen kann, damit alle Beteiligten wieder an einem Strang ziehen, um so gemeinsam gute Lösungen zu erarbeiten.

Betriebsklima-Probleme

Auch in der Kinder- und Jugendpsychiatrie hat es Probleme gegeben – vor allem mit dem Arbeitsklima.

„Wir stellen fest, dass es noch Bereiche gibt, mit und an denen gearbeitet werden muss, aber es sind auch schon Felder, bei denen bereits eine sehr gute Entwicklung zu verzeichnen ist. Das hat unter anderem dazu geführt, dass die Gruppe der Arzthelferinnen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie erst kürzlich mit dem Betriebsklimapreis ausgezeichnet wurde, weil sie erfolgreich Initiativen in die Wege geleitet hat, um die Wohlfühlfaktoren zu verbessern und den Krankenstand zu reduzieren“, so der Vorsitzende des Psychiatrie- und Sozialausschusses.

Ausschuss bleibt am Ball

Der Ausschuss wird die Entwicklung in beiden Psychiatrieabteilungen weiter eng verfolgen. Auch wenn Mathiasen gern eine schnelle Lösung aller Probleme und Missstände gesehen hätte, so weiß er auch, dass gut Ding Weile haben muss.

„Es wird einige Zeit brauchen, bis alle Initiativen tatsächlich auch greifen. Dafür müssen wir alle Verständnis haben. Es muss aber gewährleistet sein, dass wir uns immer in die richtige Richtung bewegen, weshalb wir darum gebeten haben, ständig auf dem Laufenden gehalten zu werden“, so der Ausschussvorsitzende.

Die erste Rückmeldung hat es bereits gegeben. Am Donnerstag fand ein Treffen zwischen der Psychiatrieleitung und den Gewerkschaftsvertretern statt. Beide Parteien begrüßen den ebenfalls den erarbeiteten Handlungsplan.

Behörde kommt zur Inspektion

Die Behörde für Patientensicherheit hat für die kommende Woche (2. Juni) einen Besuch in beiden Abteilungen der Apenrader Psychiatrie angekündigt. Thies Mathiasen begrüßt diese Inspektion. „Wir sehen dem Begutachten sogar mit Freude entgegen. Die Patientensicherheit wird von Externen unter die Lupe genommen. Ich denke, wir erhalten wichtige Erkenntnisse, von denen wir nur lernen können, indem andere Augen auf unsere Arbeitsgänge schauen“, sagt Mathiasen.

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