Hafenarbeit

Hafenkräne leisteten 2016 Schwerstarbeit

Anke Haagensen
Anke Haagensen Lokalredakteurin
Apenrade/Aabenraa
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Aabenraa Havn kann seine Stellung auf dem Markt behaupten. Der Hafendirektor mit der Flexibilität und Kollegialität des Hafens zufrieden.

Aabenraa Havn kann seine Stellung auf dem Markt behaupten. Der Hafendirektor mit der Flexibilität und Kollegialität des Hafens zufrieden.

Der Apenrader Hafen hat gestern sein Jahresergebnis vorgelegt: Die Zahlen belegen, dass der Wirtschaftshafen seinem Namen gerecht wird und seine Position als wichtiger Ausschiffungshafen von Windkraftanlagen behaupten konnte, obwohl Güterumsatz insgesamt leicht um sieben Prozent zurückgegangen ist. Der Hafen konnte 2016 dennoch einen totalen Güterumsatz von 1,5 Millionen Tonnen vorweisen. Der Umsatz ist von 22,9 (2015) auf 24,5 Millionen (2016) angewachsen. Der Betriebshaushalt allein weist einen Gewinn von 2,1 Millionen Kronen auf. Mit einem Plus von 4,4 Millionen Kronen kann sich auch das Endergebnis durchaus sehen lassen.

Schwere Güter

Die zu verschiffenden Güter werden immer schwerer. Die Investition der fast 27 Millionen Kronen in den großen Kran hat sich deshalb im vergangenen Jahr bereits als goldrichtige Disposition erwiesen. Die beiden Mobilkräne haben 2016 gut zu tun gehabt. Hafendirektor Henrik Thykjær stellt mit großer Zufriedenheit fest, dass die verschiedenen Hafennutzer bzw. -kunden große Flexibilität und Kollegialität an den Tag gelegt haben. „So konnten an einem Tag z. B. 50.000 Tonnen Sand und am Tag drauf vom gleichen Kai Türme für Windkraftanlagen verschifft werden“, erläutert Thykjær seine Aussagen. Es freut ihn deshalb, dass auch die Hafenkunden durch die Bank bessere Umsätze verzeichnen konnten. Und das, obwohl einige Kaimeter aufgrund von Renovierungsarbeiten eine Zeit lang nicht zur Verfügung standen.

Den leichten Rückgang bei der umgesetzten Gütermenge erklärt der Hafendirektor primär mit der noch andauernden Krise in der Ölindustrie. Schüttgüter machen weiterhin rund 85 Prozent der umgesetzten Gütermenge aus. Inzwischen liegt die Schüttgutumsatzmenge in Apenrade wieder über der Menge von vor der Finanzkrise und liegt sogar über den Mengen der Rekordjahre 2007 und 2008. Wegen der Nyhavn-Renovierung waren die Kapazitäten für Lagerflächen allerdings begrenzt, was die Logistik und Flexibilität auf den Prüfstand stellte.

Hafen an der Bildung von Arbeitsplätzen beteiligt

Jeder 14. Arbeitsplatz und jede zehnte Steuerkrone, so hat der Hafendirektor ausgerechnet, sind direkt oder indirekt vom Apenrader Hafen abhängig. Als Vorsitzender des Apenrader Hafens ist Stadtratsmitglied Erwin Andresen von der Schleswigschen Partei nach eigenem Bekunden stolz darüber, dass der Hafen entweder direkt oder durch seine Kunden indirekt aktiv an der Erhaltung bestehender und Bildung neuer Arbeitsplätze im örtlichen Raum beteiligt ist. Dass dies noch dazu in guter und enger Nachbarschaft mit der Stadt und den Anliegern geschieht, stimmt ihn ebenfalls glücklich. „Es freut mich, dass wir im Hafenvorstand dazu beitragen können, dass Apenrade weiterhin eine aktive Hafenstadt ist, die auch für unsere deutschen Nachbarn von Bedeutung ist“, so Andresen.

Der Hafen hat 2016 eine Tochtergesellschaft mit dem Namen „Aabenraa Industrihavn“ gegründet, weil dem Hafen auf Sicht eine 155.000 Quadratmeter großes Grundstück mit rund 22.000 Quadratmeter Gebäudeflächen am Enstedtwerk zur Verfügung stehen wird. Ziel und Zweck der Hafentochter ist es, gerne einen großen sowie mehrere kleinere und mittlere Produktions- und/oder Industrieunternehmen für den Standort Apenrade Süd zu begeistern.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Eine Chance für DR“