40 Jahre Patenschaft

Gute Stimmung in der Mannschaft

Gesche Picolin
Gesche Picolin Journalistin
Apenrade/Aabenraa
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Konnten den einen oder anderen erkennen: heutige Mitglieder des Tambourkorps vor der Collage von 1978. Foto: Paul Sehstedt

Seit 40 Jahren übernimmt die Stadt Apenrade die Patenschaft für das Tambourkorps der Seestreitkräfte. Dieses Jubiläum wurde am Wochenende im alten Rathaus gefeiert.

Seit vier Jahrzenten hat die Stadt Apenrade ein eigenes Militärorchester - das Tambourkorps der Seestreitkräfte, Søværnets Tamburkorps. Es wurde am 30. Juni 1978 durch die damalige Bürgermeisterin Camma Larsen Ledet „adoptiert“. Das Jubiläum wurde am Sonnabend im Alten Rathaus gefeiert.

„Damals war das so“, weiß Lars Husted vom Apenrader Ringreiterkomitee, „dass jedes Militärorchester eine Heimatstadt hatte.“ Im Jahr 1971 war das Tambourkorps zum ersten Mal nach Apenrade zum Ringreiterfest gekommen. „Ab 1974 kam das Orchester dann jährlich her“, fährt Husted fort. „Und am 30. Juni 1978, an einem Freitag, übergab das Tambourkorps ein Beutelchen mit 2-Øre-Stücken an Camma Larsen Ledet. Die Bürgermeisterin nahm auch ein Signalhorn entgegen. Sie adoptierte im Namen der Stadt Apenrade Soværnets Tambourkorps.“

Bürgermeister lobt Lebensmut

Das Instrument war am Sonnabend im alten Stadtratssaal zu sehen. Mit einer Fotocollage, die sich die jungen Musiker interessiert ansahen. Die alten Fotos hängen gewöhnlich beim Marineverein, am Apenrader Nyhavn.

Ein offenbar etwas erkälteter Apenrader Bürgermeister, Thomas Andresen (V), seine Stimme war erheblich sonorer als gewöhnlich, lobte den Lebensmut, den das Orchester immer wieder gebe. Die Stadt habe die Patenschaft nicht bereut, so Andresen. Wobei es ja inzwischen eigentlich der Ringreiterverein sei, der zuständig ist.

Erste Rede

Und als Vorsitzender des Ringreiterkomitees hielt Gerth Petersen seine erste Rede. Der Warnitzer erwähnte, dass er damals (1978) als 17-Jähriger auch gerne zur See fahren wollte. Er betonte, wie sehr das Orchester in Apenrade wertgeschätzt wird.

Auf die harte Arbeit des Orchesters ging ein schmunzelnder Lars Husted vom Komitee ein. Die jungen Leute hätten sich eine Kaffeemaschine gewünscht, und die erhielten sie dann überreicht. Er sagte, dass die sich nach 40 Minuten automatisch ausschaltet.

Dirigent Dennis Andersen, seit zwei Jahren im Amt, ergriff das Wort, das Korps genieße jeden Aufenthalt in Apenrade. Das Entgegenkommen Apenrades sei enorm. Das Tambourkorps allerdings habe aber kein physisches Geschenk dabei. Stattdessen aber spielte das Orchester auch noch einmal im Saal, und zwar „Mandalay“.

Vorbildfunktion

Major Christensen ergriff das Wort, er sei ja immerhin mit 34 Jahren im Dienst eine Art „Adoptivvater“ für das Orchester. Er nannte die Vorbildfunktion, die die jungen Musiker für viele hätten.

Das Tambourkorps war vor der Feierstunde durch die Rådhusgade musiziernd aufmarschiert. Es führte unter anderem „Det var ved Helgoland“ auf.

Humorvoller „Adoptivvater“ des Tambourkorps: Major Chris Christensen Foto: Paul Sehstedt
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Leitartikel

Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
„Venstre-Wellen“