Wachstumsstrategie

Gut leben in einer digitalisierten Gemeinschaft

Anke Haagensen
Anke Haagensen Lokalredakteurin
Apenrade/Aabenraa
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Das Rathaus in Apenrade Foto: Archivbild: DN

Apenrade will sich als Kommune durch gesundes Wachstum und neueste Technologie weltweit profilieren.

Auf seiner Juni-Sitzung am Mittwochabend hat der Apenrader Stadtrat den Entwurf für seine neueste Wachstumsstrategie in die öffentliche Anhörung geschickt. Bis zum 20. September können sich die Bürger zu den Plänen äußern.

Die neue Strategie fußt auf dem geltenden Wachstumsplan. „Unser Wachstumspotenzial hat sich entwickelt seit wir 2016 unsere jetzige Strategie formulierten“, unterstrich Bürgermeister Thomas Andresen (V) und erwähnte in diesem Zusammenhang u. a. die Grundstückskäufe von Apple und Google in der Kommune. „Wir haben in der neuen Version die Digitali- und Technisierung eingearbeitet“, beschreibt der Bürgermeister die wesentlichen Unterschiede zur geltenden Wachstumsstrategie. „Das gute Leben“ soll aber trotzdem nicht vernachlässigt werden. Im Gegenteil, unterstreicht Andresen. „Die Digitalisierung und Technologie soll zum Wohle der Bürger und der Wirtschaft eingesetzt werden und die Gemeinschaft stärken“, fügt er hinzu. Die neue Wachstumsstrategie erhielt durch die Bank nur ganz viel Lob mit auf den Weg.

„Unser Schlagwort ,Gesundes Wachstum’ ist auch von unseren Zusammenarbeitspartnern in ganz Nordschleswig schon übernommen worden. Wir sollten diese Zusammenarbeit der nordschleswigschen Kommunen weiter ausbauen“, fand Erwin Andresen (SP). „Die Digitalisierung ist ganz klar ein Schlüssel für uns, um ein Fundament für Wachstum und Wohlfahrt in der Zukunft zu schaffen. Wir wollen das gute Leben für Bürger und Unternehmen schaffen. Schon jetzt schafft der Bau des Rechenzentrums neue Arbeitsplätze in der Kommune“, so Vizebürgermeister und Arbeitsmarktausschussvorsitzender Ejler Schütt (DF).

Vorreiterstellung

Die Kommune Apenrade nimmt in Sachen Wohlfahrtstechnologie bereits eine Vorreiterstellung ein. „Die digitale Welt ist voller Möglichkeiten, die wir in der Kommune Apenrade greifen und aktiv anwenden wollen. Ich sehe hier u. a. die Wohlfahrtstechnologie als wichtiges Gebiet, wo wir mit digitalen Lösungen dazu beitragen können, um die aktiven und gesunden Gemeinschaften in der Kommune Apenrade zu stärken“, sagt der 2. Vizebürgermeister Karsten Meyer Olesen (Soz.), der als Vorsitzendender des Sozial- und Gesundheitsausschusses schon viele gute Beispiele für gelungene Digitalisierung in seinem Ressort gesehen hat.

Davon abgesehen, dass die Digitalisierung und Technisierung eine größere Rolle in der Wachstumsstrategie der Kommune Apenrade erhält, werden auch die drei Überschriften des jetzigen Plans übernommen: Wirtschaftsförderung, Orte in Bewegung sowie Gesundheit und Wissensvermittlung. Die Wachstumsstrategie ermöglicht nicht nur eine engere Zusammenarbeit auf regionaler Ebene. Die Entwicklungsziele des UN-Aktionsplans Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung sind nämlich in die Strategie eingearbeitet worden.

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