Gesundheit

Giftige Raupe: Kommune ist aufmerksam

Giftige Raupe: Kommune ist aufmerksam

Giftige Raupe: Kommune ist aufmerksam

Apenrade/Aabenraa
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Die Haare der Eichen-Prozessionsspinnerraupe lösen Hautreaktionen aus. Foto: Karsten Schnack/Biofoto/Ritzau Scanpix

Durch die Klimaveränderungen kommen immer neue Tierarten nach Dänemark. Darunter wandert auch die Eichen-Prozessionsspinnerraupe aus Deutschland ein. Die Haare des Insektes können starke allergische Reaktionen hervorrufen.

Die Eichen-Prozessionsspinnerraupe war in Dänemark bisher kaum ein Problem. Nur auf Bornholm gab es die Insekten bisher, doch durch die Klimaveränderungen mit höheren Temperaturen fühlen sich die Raupen – und die später daraus entstehenden Schmetterlinge – im Norden immer wohler. Sie wandern aus Deutschland ein, wo sie bisher auch eher im Süden beheimatet waren.

Haare lösen Reaktionen aus

Das gefährliche an den Tieren sind die Brennhaare, die das Nesselgift Thaumetopein enthalten. Das Gift kann schwere und für einige Menschen sogar tödliche allergische Reaktionen auslösen. Besonders gefährlich wird es, wenn die Haare eingeatmet werden. Dann können Asthmaanfälle, Atemnot und Schockreaktionen ausgelöst werden.

Der Gefahr bewusst

Nester der Raupen wurden vereinzelt auch in der Kommune Apenrade entdeckt. Die Kommune ist sich der Gefahr bewusst und aus dem Ausschuss für Technik- und Umweltausschuss heißt es: „Wir haben ein Auge darauf und schauen, was wir mit der größer werdenden Gefahr machen.“ Vereinzelt seien schon Nester der Raupe in der Kommune entdeckt worden, erklärt Stig Werner Isaksen, Direktor für die Abteilung Kultur, Umwelt und Erwerb.

Eichen-Prozessionsspinner

Der Eichen-Prozessionsspinner ist eine Schmetterlingsart. Die Brennhaare der Raupe können beim Menschen eine sogenannte Raupendermatitis auslösen.

Den Namen hat der Prozessionsspinner von der Eigenart, sich mit vielen weiteren Tieren seiner Art in einer langen Reihe, einer Prozession, fortzubewegen, um zu einem neuen ein Fressgebiet zu gelangen.

Für den Menschen gefährlich sind die Haare des dritten Larvenstadiums (Mai, Juni) des Eichen-Prozessionsspinners. Sie halten sich auch an den Kleidern und Schuhen und lösen bei Berührungen stets neue toxische Reaktionen aus. Die (fast unsichtbaren) Brennhaare dringen leicht in die Haut und Schleimhaut ein und setzen sich dort mit ihren Häkchen fest. Sie lösen Hautreaktionen bis hin zu, allerdings seltenen, allergischen Schockreaktionen aus.

Der Eichen-Prozessionsspinner ist von der Iberischen Halbinsel über Süd- und Mitteleuropa östlich bis in den Süden Russlands und nach Vorderasien verbreitet. Er findet sich auf mehreren Mittelmeerinseln und im Nordwesten Europas und tritt in Skandinavien nur im südlichsten Teil Schwedens auf.

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