Kommunale Pflege

Gesundheitshaus für Apenrade kommt

Gesche Picolin
Gesche Picolin Journalistin
Apenrade/Aabenraa
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Der Ökonomieausschuss möchte mit dem Gesundheitshaus zur Vernetzung des nahen und zusammenhängenden Gesundheitswesens beitragen.

Der Ökonomieausschuss hat in seiner Sitzung diese Woche über des Status eines möglichen Gesundheitshauses für die Stadt Apenrade gesprochen. Die Kommune hatte sich beim Gesundheitsministerium um Mittel beworben: Hier lagen für das laufende Jahr 200 Millionen Kronen für Ärzte- und Gesundheitshäuser bereit. Apenrade hatte – für ein ehrgeiziges Projekt – um 56 Millionen Kronen ersucht. Das Haus solle zur Vernetzung des nahen und zusammenhängenden Gesundheitswesens beitragen.

Am 7. Mai bekam die Kommune nun 6,68 Millionen Kronen für die Finanzierung der Ausgaben im ersten Jahr der Planung bewilligt. Vorausgesetzt, dass die Kommune die übrigen 50 Millionen Kronen selbst aufbringt.

Aus der Bewilligung geht hervor, dass die Gelder vor Ende 2020 investiert sein müssen. Das Ministerium erwartet indes bis spätestens November dieses Jahres eine Übersicht über die Möglichkeiten eines solchen Hauses in der Apenrader Innenstadt.

Bürgermeister Thomas Andresen (V) will es „attraktiv für Ärzte machen, sich im Gesundheitshaus anzusiedeln“. Konkret denkt er an das kürzlich von der Kommune erworbene ehemalige Supermarktgebäude im nördlichen Teil der Apenrader Fußgängerzone. „Wir haben die Projektentwicklung in Gang gesetzt. Das sendet ein Signal ans Ministerium“, so Andresen. Von einer Platzierung in dem Gebäude verspricht sich der Bürgermeister mehr Trubel in dem derzeit weniger belebten Teil der Fußgängerzone.

Ein anderer Punkt der Tagesordnung war ein Umzug der kommunalen Heimpflege aus den Räumen H. P. Hanssens Gade 23 in kommunale Räume in der Nygade 23 B-C-D. Hier wird zunächst ein neuer Flächennutzungsplan erforderlich.

In der H. P. Hanssens Gade zahlt die Kommune eine jährliche Miete von etwas mehr als einer Million Kronen, hinzu kommen Nebenkosten. Das Schulgebäude in der Nygade muss für anberaumte 8,86 Millionen Kronen zweckdienlich umgebaut werden, was aus dem laufenden Haushalt finanziert werden soll, dem die jährlich ersparte Million an Miete zufällt.
Der Ausschuss hat das bewilligt. Der Vorschlag ist für 14 Tage bei den Mitarbeitern in der Anhörung. Geplant ist der Umzug zum Jahreswechsel 2019/2020.

Die Kommune hat zum Ziel, mehr und mehr der eigenen ungenutzten Gebäude in Gebrauch zu nehmen. So geschehen ist dies jüngst, als die Apenrader 10. Klasse und die Ungdomsskole in die Räumlichkeiten am Margrethenweg gezogen sind, wo sich früher das Pädagogen-Seminarium befand. Und so geschieht es auch, wenn tatsächlich irgendwann ein Gesundheitshaus in das leer stehende, jetzt kommunale Gebäude in der Fußgängerzone kommt.

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