Seniorensport

"Gemeinsam sind wir stark"

Gesche Picolin
Gesche Picolin Journalistin
Apenrade/Aabenraa
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Diese Senioren geben Vollgas. Foto: dpa

Sport ist Mord? Im Gegenteil! Sport hilft dem Körper, in Form zu bleiben, der Blutdruck, das Körpergewicht, das allgemeine Wohlbefinden im Gleichgewicht zu halten. Apenrade will in die Superliga des Seniorensports.

„Die Initiative ,Bewege dich um des Lebens willen‘ ist für die Bürger, die altersbedingt aus den Berufsgemeinschaften ausscheiden. Ihnen stehen die Türen offen in neuen Freizeit- und Vereinsgemeinschaften“, so Hans Philip Tietje (V), der Vorsitzende des Kultur- und Freizeitausschusses der Kommune bei der Vertragsunterzeichnung am Dienstag in der Arena.

Am Dienstag ist in der Apenrader Arena eine Zusammenarbeit besiegelt worden, die Zeichen setzen soll. „Bevæg dig for livet“ heißt die Devise, in etwa „Beweg dich um des Lebens willen!“, und sie richtet sich an die Altersgruppe 60 plus. An Menschen, die ein Arbeitsleben hinter sich haben oder gerade dabei sind, aus dem Arbeitsleben auszuscheiden. Deren Kinder sich selbst versorgen. Die nun Zeit für sich selbst haben und nicht „einrosten“ wollen.

Das Ziel dieser Zusammenarbeit ist, 2019 die Anzahl sporttreibender älterer Menschen um 15 Prozent zu erhöhen.

Mit ihren Unterschriften kommen Hans Philip Tietje, Povl Kylling Petersen, Jørn Tang für die Abteilung Senioren vom DAI (Dänischer Arbeitersportverein) sowie Birgit Winther, die Vorsitzende des DGI Sønderjylland (Dänischer Gymnastik- und Sportverband), dem Wunsch der Kommune entgegen, vornan zu stehen im Versuch der verschiedenen Sportvereine, ältere Menschen zum Sporttreiben zu bewegen. Sich mehr oder weniger in die Superliga des Seniorensports zu begeben.

„Wir wissen, dass da ein großes Potenzial besteht, um mehr Senioren zum Sport zu bewegen“, so Annette Vilhelmsen aus der Steuerungsgruppe der Initiative Bevæg dig for livet – Senior. „Mit dem richtigen Einsatz und Know-how wird Apenrade auf einen der vorderen Plätze kommen, wenn es um Älterensport geht.“

Zielsetzung ist, die Anzahl physisch aktiver Senioren zu erhöhen. Und alles gilt – ob es in einem Sportverein ist oder zuhause mit Stretchbändern, bei einer Patientenorganisation oder wo auch immer. Mehr als die Hälfte der nicht aktiven Bürger zwischen 55 und 74 Jahren in der Region wäre einer Pressemitteilung der Initiative zufolge nämlich gerne aktiver.

Der demografische Wandel ist in vollem Gange. Wir werden älter und müssen für unser Wohlbefinden selber sorgen. Da hilft der Seniorensport, die aktive Gemeinschaft.

Kylling Petersen jedenfalls freut sich darauf, bald das aktive Arbeitsleben hinter sich zu lassen und mehr Zeit für Fußball zu haben. „Mit diesem Projekt erhalten wir die Möglichkeit, einen großen Einsatz zu leisten, dass die Apenrader Senioren ein gesundes, aktives und soziales Leben leben können.“

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