Flohmarkt

Freier Eintritt zur größten Schatzkammer Nordschleswigs

Anke Haagensen
Anke Haagensen Lokalredakteurin
Rothenkrug/Rødekro
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Im Compass Congress Center herrscht während des Hallenflohmarkts reges Treiben. Foto: CCC

220 Flohmarktstände im Compass Congress Center waren im Nu vergriffen. Die Veranstalter erwarten 11.000-12.000 Besucher.

220 Flohmarktstände, verteilt auf 3.000 Quadratmeter, 11.000 bis 12.000 Besucher an jedem der beiden Ausstellungstage – so nüchtern könnte man den Hallenflohmarkt beschreiben, der am Wochenende, 24. und 25. November, im Compass Congress Center im Gewerbegebiet Brunde West in Rothenkrug stattfindet. Doch der Flohmarkt ist so viel mehr, sagt Messechef Martin Boilesen voller Überzeugung. „Es ist eine wahre Schatzkammer. Der Besuch lohnt sich auf jeden Fall“, sagt Boilesen und rät allen potenziellen Besuchern, nicht all ihr Geld am heutigen „Black Friday“ zu verprassen, denn bei dem Flohmarkt in Rothenkrug können garantiert noch bessere Schnäppchen erzielt werden.

Es gibt mehrere Besonderheiten zu dem Rothenkruger Hallenflohmarkt zu erwähnen. Allen voran: Der Eintritt ist frei. Darüber hinaus überwiegt der Anteil der privaten Flohmarkthändler. „Um ein gewisses Niveau der Waren zu gewährleisten, haben wir aber auch professionelle Trödler dabei. Die Verteilung liegt aber bei 85 Prozent privaten und nur 15 Prozent professionellen Händlern“, erläutert Martin Boilesen das Konzept. Wer zehn neue Sockenpaare für 100 Kronen kaufen will, der wird in Rothenkrug nicht fündig werden. Auch das gehört zum Konzept des Flohmarktes. „Es ist kein Krämermarkt, sondern tatsächlich ein Flohmarkt“, unterstreicht er. Verkauft wird Second-hand- und Retro-Ware.

Konzept kommt gut an

Das Konzept kommt so gut an, dass die 220 Flohmarktstände eigentlich schon im vergangenen Jahr nach dem letzten November-Flohmarkt vergriffen waren. „Bis auf Weiteres haben die Händler Vorrecht, die im Vorjahr bei uns waren. Wir versuchen aber immer, zehn Prozent neue Händler aufzunehmen, damit es auch für die Besucher spannend bleibt“, sagt Boilesen. Allerdings sorgen die Aussteller auch selbst dafür. Die Händler tauschen in der Regel ihr Sortiment aus, und einige werden sicherlich einiges an Weihnachtsdekoration bereithalten, weiß Boilesen aus Erfahrung.

Das Niveau des Hallenflohmarkts hat sich offensichtlich in der Branche herumgesprochen. Die Aussteller kommen nicht nur aus dem ganzen Landesteil, sondern aus dem gesamten süddänischen Raum. „Wir haben in diesem Jahr auch Anfragen aus Vejle und Svendborg gehabt“, erzählt der Messechef. 100 Flohmarkthändler stehen bereits auf der Warteliste, und täglich kommen zwei, drei weitere hinzu. „Was kann man eigentlich bei dem Hallenflohmarkt erstehen?“ lautet die letzte Frage an den Messechef. „Alles zwischen Himmel und Erde“, antwortet er.

Es bleibt bei zweimal im Jahr

Trotz des Erfolgs des Hallenflohmarkts, der jetzt im sechsten Jahr jeweils zweimal jährlich – einmal Ende Mai und einmal Ende November – durchgeführt wird, hat das Compass Congress Center nicht vor, mehr Flohmärkte im Jahr durchzuführen. „Nein, zum einen aus dem Grund, dass unsere privaten Händler gerne die Gelegenheit haben sollen, neue ,Schätze‘ anzusammeln, und zum anderen, weil wir das hohe Niveau nicht auswaschen wollen“, unterstreicht Boilesen.

Um aber den vielen interessierten Händlern entgegenzukommen, wird im Mai ein Teil des Parkplatzes mit vermietet. „Auch jetzt am Wochenende werden sechs, sieben Stände draußen aufgebaut werden. Die Händler sagten, ihnen würde das Wetter nichts ausmachen“, so Boilesen.

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