Archäologie

Forscher finden mehrere Dörfer unter Apple-Grundstück

gp
Rothenkrug/Rødekro
Zuletzt aktualisiert um:
So soll das Rechenzentrum in Kassö laut Apple aussehen. Foto: dpa/Apple

Aufregende Funde in Kassö: Unter Apples künftigem Werk haben die Archäologen vom Museum Sønderjylland bei ihren Ausgrabungen inzwischen mehrere Dörfer aus unterschiedlichen Ären freilegen können. Das berichtet dr.dk.

„Wir haben ein so großes Gelände, dass wir eine Entwicklung der Dorfstruktur von der Bronzezeit bis ins Mittelalter beobachten können. Das sind einzigartige Funde“, heißt es von Archäologin Lisbeth Christensen.

Gefunden wurden unter anderem eine Grabstätte aus der römischen Eisenzeit (0-400 n. Chr.), ein sogenanntes Urnengrab. Darin wurden persönliche Gegenstände gefunden, Schmuck und Messer. Es sind Gräber von Bauern, die sich aufgrund der guten Bodengegebenheiten westlich von Apenrade niedergelassen hatten. „Wir haben auch Feuerstein und jede Menge Keramik aus der Steinzeit gefunden. Das meiste ist gut erhalten“, so Christensen zu dr.dk.

Das bisherige Areal, auf dem gegraben wird, beträgt 22 Hektar. Weil der Apple-grund insgesamt aber 285 Hektar beträgt, bleibt den Archäologen noch viel zu tun. „Wir vermuten, dass wir, wenn wir fertig sind, hier die gesamte Vorzeit repräsentiert haben“, führt die Archäologin fort. „Wir registrieren und dokumentieren die Funde. Wenn wir hier weg sind, wird dem Baubeginn nichts mehr im Weg stehen.“

Die zutage geförderten Gegenstände sollen anschließend im Haderslebener Museum ausgestellt werden.

Mehr lesen