Umwelt

Flossenträger in Gefahr

Helge Möller
Helge Möller Journalist
Apenrade/Aabenraa
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Im neuen Oberlauf der Scheidebek (Skelbæk) in Apenrade versickert das wenige Wasser, das noch ankommt. Den Kies benötigen die Forellen, um zu laichen. Foto: Helge Möller

Die trockene Hitze versengt die Wiesen und trocknet die Bäche aus. Angler machen sich große Sorge um die Fischbrut in den Fließgewässern.

Die lange Trockenperiode führt dazu, dass Bäche und Auen landesweit extrem wenig Wasser führen. Sportfischer fürchten um die Fischbestände in den Fließgewässern, berichtet Danmarks Radio.

Kleineren Wasserläufen droht die komplette Austrocknung. Angler machen sich vor allem Sorgen um die Brut der lachsartigen Fische, die in den oberen Teilen der Auen und Bäche leben. Schafft es die Brut nicht, in Gewässerteile zu flüchten, die noch Wasser führen, sterben sie. Können sich kleine Forellen und Lachse noch in kleine Tümpel im Bach retten, dann setzen ihnen der Sauerstoffmangel und das warme Wasser zu.

„Ausgetrocknete Bäche machen den Sportfischern das Herz schwer”, sagt Rune Hylby von Fishing Zealand, einem Projekt, das sich auf Seeland der Renaturierung von Wasserläufen verschrieben hat.

Die Situation auf dem Festland sieht ähnlich bedrohlich aus. Da es in den vergangenen Wochen landesweit wenig oder gar nicht geregnet habe, sei die Situation im Grenzland auch nicht viel anders, schätzt Lonnie Jessen, Biologin der Kommune Apenrade. Kim Andersen von den Apenrader Sportfischern ist gerade unterwegs in Deutschland und hat von Lachsfängen im Vereinsgewässer Gelsau schon lange nichts mehr gehört. Die erwachsenen Fische meiden die niedrigen Wasserstände in den Auen, die sie zum Laichen im Laufe des Sommers und Herbstes hinaufschwimmen. Der Vorsitzende des Vereins, Carl Detlef Petersen, macht sich große Sorgen um die Fischbrut in den Fließgewässern. Er geht davon aus, dass viel Fischbrut bereits eingegangen ist und hofft, dass Regen bald die Wasserstände hebt.

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