Blaulicht

Feuerwehr musste mit der Fähre zum Löscheinsatz

Gesche Picolin
Gesche Picolin Journalistin
Apenrade/Aabenraa
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Die Feuerwehr im Löscheinsatz vor Barsö. Foto: Brand & Redning Sønderjylland

Ein Tauchlehrer wurde an Bord seines Bootes vor der Insel Barsö vom Feuer überrascht. Ein Löschfahrzeug musste mit der Fähre anreisen, um zu helfen.

Mittwochfrüh gegen halb sechs war vom Campingplatz Loddenhoi aus ein brennendes Schiff zu sehen, das vor Barsö lag. Ein Anlieger rief die 112 und gab an, dass „ein größeres Schiff in Flammen” stand.

Die Feuerwehr machte sich bereit. „Wenn es bei oder auf Barsö brennt, dann rufen wir die Fähre an. Das ist ein alte Verabredung, die wir miteinander haben”, so Torben Groos, Einsatzleiter von Brand og Redning Sønderjylland. „Die Fähre stellt sich dann sofort zu unserer Verfügung.”

Was war passiert? Laut Preben Westh von der Polizei habe ein 27-Jähriger aus Esbjerg allein vor Anker gelegen und im Boot geschlafen, als er vom Geruch geweckt wurde: Der Motor hatte Feuer gefangen.

Die Rettungskräfte fuhren mit einem Löschfahrzeug und ihrem Rettungsboot (das in der Feuerwache sein Zuhause hat) zum Fähranleger. „Auf der Fähre ist genau Platz für zwei unserer Löschfahrzeuge”, weiß Groos.

„Das war der erste Einsatz dieser Art für mich“

Wie sich herausstellte, handelte es sich um ein etwa neun Meter langes Motorboot, ergänzte Groos. Die Fähre mit den Rettungskräften an Bord sei dann fast bis an Land gefahren, nah an das Rettungsboot, um aus kürzestmöglicher Distanz löschen zu können. „Wir versuchten mit dem Schaum, der im Fahrzeug ist, den Brand zu ersticken”, so der Einsatzleiter. „Als das geglückt war, schleppten wir das Boot an Land nach Barsø Landing.”

Hier lag das ausgebrannte Motorboot am Mittwoch und war somit Sache der Umweltwacht geworden. Um etwa 9 Uhr wurde es mithilfe eines Krans auf ein Fahrzeug gehievt, das das Wrack nach Hadersleben zur weiteren Behandlung transportierte. Anders Skau von der Umweltwacht berichtete, die Feuerwehr habe vorsorglich ihre Schwimmsperre („die weißen Tüten”, so Skau) ausgelegt, um möglichen Ölaustritt aus dem Wrack einzudämmen.

„Der Besitzer ist Tauchlehrer. Er gab an, dass sich noch eine Pressluftflasche an Bord befinde.” Der 27-Jährige hatte sich kurzerhand auf sein eigenes Beiboot begeben und sich nach Barsö gerettet. Das Motorboot brannte völlig aus. Einsatzleiter Groos räumte abschließend noch ein: „Ich bin seit 1992 bei der hiesigen Feuerwehr. Das war der erste Einsatz dieser Art für mich.”

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