Deutsche Minderheit

Fast kein Klubleben während Corona

Fast kein Klubleben während Corona

Fast kein Klubleben während Corona

Apenrade/Aabenraa
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Wegen der Pandemie mussten die Tore des Bootshauses lange geschlossen bleiben. Foto: Denise Dörries

Der Vorsitzende des Apenrader Rudervereins hat jedoch aus der Pandemie die wichtige Erkenntnis gezogen, dass seine Mitglieder auch mit den schwierigsten Bedingungen zurechtkommen.

Die Jahreshauptversammlung des Apenrader Rudervereins (ARV) musste coronabedingt auch in diesem Jahr verschoben werden, hat aber kürzlich stattgefunden.

In seinem Jahresbericht konnte der ARV-Vorsitzende Peter Asmussen nicht wirklich über viele Aktivitäten oder Veranstaltungen berichten. Fast alles musste wegen der Corona-Restriktionen abgesagt werden. Das gesamte Vereinsleben kam durch die Pandemie nahezu zum Erliegen.

Selbst das gemeinsame Johannisfeuer von dem dänischen und deutschen Ruderverein wurde ein Opfer des Virus.

In die gelockerten Wochen zwischen erster und zweiter Corona-Welle fiel 2020 allerdings die sogenannte „Madpakketur“, die der ARV im Wechsel mit den dänischen Nachbarn durchführt. Im Berichtsjahr war der ARV der Gastgeber. 22 Ruderer beteiligten sich –verteilt auf mehrere Boote – an dem Wanderrudertreffen.

Not macht erfinderisch

Allerdings macht Not auch erfinderisch. Peter Asmussen freut sich, dass seine Mitglieder in der Pandemie Erfindergeist und Eigeninitiative bewiesen haben. Einige Aktive haben das Ergometertraining ins Freie gelegt – mit Abstand und unter Einhaltung der Coronaregeln.

„Dieses Beispiel zeigt mir, dass der Verein im Stande ist, auch unter schwierigsten Bedingungen nicht zu verzagen. Seit einiger Zeit ist es allerdings unseren Ruderern und der Kajakgruppe wieder möglich, ihre Aktivitäten wieder aufzunehmen“, freut sich der Vorsitzende.

Wenige aktive Ruderer

Der Apenrader Ruderverein hat derzeit rund 165 Mitglieder. Darunter sind allerdings nur wenige aktive Ruderer, und die Tendenz ist nicht unbedingt steigend, weshalb der Vorstand vorhat, nach Corona gezielt mit Schulen in Kontakt zu treten. „Wir wollen mit den deutschen Schulen und der Nachschule Tingleff einen möglichen Neustart ins Auge fassen“, so Peter Asmussen.

Populärer Kajaksport

Der ARV-Vorsitzende kann sich jedoch darüber freuen, dass die Kajakabteilung des Vereins sehr stark und aktiv ist.

„Die Kajakfahrerinnen und -fahrer haben voll den Weg zu uns gefunden. Sie haben uns nicht nur neue Mitglieder beschert, sondern leisten auch ihren Einsatz im und für den Verein“, unterstreicht Asmussen und lobt ausdrücklich die Boisen-Schwestern Marion und Birgit, auf deren Initiative die Kajaksparte 2018 ins ARV-Programm aufgenommen wurde. Inzwischen ist der Bootsschuppen voll. Der Ruderverein hat eine kleine Armada dieser populären Paddelboote angeschafft.

Die Kajakgruppe bietet regelmäßig Anfängerkurse an und führt zudem Kajak- und Lebensrettungskurse für Fortgeschrittene durch.

Voller Vorfreude

Die jüngsten Lockerungen stimmen den Vorsitzenden hoffnungsfroh, dass demnächst auch wieder das soziale Vereinsleben aktiviert werden kann. Dafür zeichnet nicht zuletzt der Verein der Freunde des ARV mit seinen Veranstaltungen und Aktivitäten verantwortlich.

Wahlen 2021

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurden die Vorstandsmitglieder Peter Asmussen, Birgit Boisen und Helga Woltmann für weitere zwei Jahre wiedergewählt.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
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