Biogas

„Es ist genug Gülle für alle da“

Anke Haagensen
Anke Haagensen Lokalredakteurin
Apenrade/Aabenraa
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Während die Konkurrenz erst noch plant, hat die Envo Group bereits diese Phase überstanden. Das Werk in Klipleff wäre wohl auch schon fertig, wenn es nicht Probleme in Tondern gegeben hätte. Foto: Envogroup.dk

Das Biogasunternehmen NGF will zwei Anlagen in der Kommune Sonderburg errichten. Die Konkurrenz lässt die Envo Group kalt.

Dass das Biogasunternehmen NGF Nature Energy mit Sitz in Odense zwei Biogasanlagen in der Kommune Sonderburg plant und 500 Millionen Kronen investieren möchte, sorgt beim Apenrader Biogasunternehmen Envo Group nicht für Besorgnis. Auch die Tatsache, dass die etwas mehr als 100 Landwirte aus den Kommunen Sonderburg und Apenrade, die der Interessengemeinschaft BioenergiSyd beigetreten sind, sich vertraglich an die NGF-Anlage gebunden haben, nimmt der Envo-Direktor Bo Asmussen nach eigenem Bekunden gelassen, denn: „Es ist genug Gülle für alle da.“ Es sorgt ihn nicht im Geringsten, dass NGF Nature Energy außer auf Nordalsen auch ein Werk im westlichen Teil der Kommune Sonderburg errichten will – also im potenziellen Einzugsgebiet des künftigen Envo-Werks in Klipleff.

Während NGF erst noch am Anfang seiner Planungen steht, ist die Envo Group einen gehörigen Schritt weiter. Der Bebauungsplan für eine Biogasanlage bei Klipleff ist schon erstellt. Der Baubeginn hat sich allerdings mehrfach verzögert und wird laut Envo-Homepage nun für das erste Halbjahr 2018 ins Auge gefasst.

Nach Unstimmigkeiten zwischen der Envo Group und dem leitenden Bauunternehmen Per Aarsleff war das Projekt in Sollwig östlich von Tondern im November 2015 mit sofortiger Wirkung eingestellt worden. Seither liegen die Bauaktivitäten still. Jetzt tut sich langsam wieder etwas auf der Baustelle (siehe Seite 10). „Ich kann versichern: Das Biogaswerk bei Tondern wird gebaut, und das wird auch das Werk in Klipleff“, stellt Envo-Direktor Asmus klar und deutlich fest.

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