Deutsches Gymnasium

DGN: Herausforderungen und Pläne für die Zukunft

Jan Peters
Jan Peters Hauptredaktion
Apenrade/Aabenraa
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Eine Herausforderung ist das DGN-Internat. Es ist voll belegt und muss dringend renoviert werden. Foto: Karin Riggelsen

Gebäude-Instandhaltungen und mehr Internatsplätze sind beim Deutschen Gymnasium vonnöten. Der persönliche Charakter soll aber erhalten bleiben, sagt Schulleiter Jens Mittag.

Trotz steigender Schülerzahlen am Deutschen Gymnasium für Nordschleswig gibt es dort keine Expansionspläne. „Wir wollen den Schülern einen überschaubaren Schulalltag mit engen Kontakten zu den Mitschülern und Lehrern ermöglichen – so wie es seit Jahrzehnten hier gelebt wird“, erklärt Schulleiter Jens Mittag.

„Wichtig ist uns, dass der persönliche Kontakt erhalten bleibt und Lehrer als auch Schüler erkennen, dass sie bei uns richtig sind und sich als wichtiges Rad im Schulgetriebe sehen“, vertieft er. Das bedeutet jedoch nicht, dass das Leiter- und Lehrerteam keine weiteren Pläne hat und keine Herausforderungen meistern muss.

Eine der Herausforderungen ist das bis zum letzten Platz ausgebuchte Internat. Die Nachfrage nach Plätzen dort ist groß. Das Problem soll langfristig mit einer Aufstockung gelöst werden. Außerdem sind Gebäude-Instandhaltungen vonnöten, „die notwendig sind, um guten Unterricht leisten zu können. Doch das Geld ist knapp. „Durch den kommunalen 2-Prozent-Sparzwang bis zum Jahr 2021 gibt es weniger staatliche Zuschüsse, was solche Baumaßnahmen für uns schwierig macht. Auch der Bund Deutscher Nordschleswiger (BDN) kennt unser Problem und versucht, mit besten Mitteln zu helfen“, sagt Jens Mittag.

Finanzielles Puzzlespiel

Doch es ist ein finanzielles Puzzlespiel, das das DGN-Team um Jens Mittag herausfordert. Um den Schülern mehr Wohnplätze anbieten zu können, soll nun das frühere Schulleiterhaus, das auf dem Schulgelände steht, umgebaut werden. Ein erstes Treffen mit einem Bauingenieur gab es in der vergangenen Woche. Dabei sollten die Möglichkeiten und die Kosten ausgelotet werden. „Außerdem schauen wir, ob weitere Häuser angemietet werden können, um den steigenden Bedarf an Wohnraum für die Schüler zu decken“, berichtet Schulleiter Mittag.

Damit sich die Investitionen lohnen, soll die Schülernachfrage gesichert werden. Deshalb arbeiten Gymnasium und die deutschen Volksschulen in Nordschleswig an einer noch engeren Zusammenarbeit. „Das DGN ist als natürliche Fortsetzung für die Schüler dieser Schulen gedacht, und das wollen wir damit sichern“, erklärt Jens Mittag. So sollen mehr Kontakte hergestellt werden. Das soll unter anderem bei Elternabenden in den deutschen Schulen geschehen, wo das Gymnasium schon früh als Möglichkeit zur Fortführung der Schülerkarriere verankert werden soll.

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