Abwasser

Bollersleben unter die Lupe genommen

Gesche Picolin
Gesche Picolin Journalistin
Bollersleben/Bolderslev
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Foto: Tim Marshall/Unsplash

Arwos lässt ab Januar die gesamte Kanalisation in Bollersleben untersuchen – weil jede Menge unerwünschtes Wasser ins System gerät.

„Wir haben festgestellt, dass eine Menge ,unerwünschtes Wasser‘ ins Abwassersystem gerät, wenn es regnet.“ Das lässt Robin Madsen vom Apenrader Versorgungsunternehmen Arwos in einer Pressemitteilung zu der Situation in Bollersleben und Todsbüll verlauten. Die größeren Wassermengen haben an einzelnen Adressen in Todsbüll Schwierigkeiten ergeben. Hier wurden daraufhin Pumpen und Kontraventile eingebaut. So konnte verhindert werden, dass das Wasser von der Kanalisation in die Häuser gelaufen ist.

Anfang des Jahres wird nun eine Untersuchung eingeleitet. Diese wird vom 2. Januar bis zum 10. Mai an 738 Grundstücken vorgenommen. Die betroffenen Bürger werden im Vorfeld eine Postkarte von der Firma FKSSlamson mit dem genauen Datum erhalten. Vor Ort wird dann eine TV-Inspektion durchgeführt.

„Es ist wichtig, dass wir genau feststellen, wo das Wasser herkommt, sodass wir dem Einhalt gebieten können“, so Madsen. „An manchen Stellen wirkt es, als dringe auch Grundwasser ein, der größte Teil scheint aber Regenwasser zu sein. Wer sein privates Regenwasser einfach in die Kanalisation leitet, wird eine Auflage der Kommune Apenrade erhalten und muss dies rückgängig machen.“ Madsen führt aus: „Tatsächlich ist das sonderbar, denn die Gebiete in Bollersleben sind entweder separat oder abwasserkanalisiert (s. Infobox). Es sollten eigentlich keine nennenswerten Mengen unerwünschten Wassers eindringen.“

Es sei denn, hier und da wird regelwidrig abgeleitet. Und das wird demnächst festgestellt werden.

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