Ölverschmutzung

Behörden pumpen Dieselöl aus dem Hafenbecken

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Apenrade/Aabenraa
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Ein Ölfilm auf dem Wasser am Apenrader Hafen. Foto: Scanpix

Die Arbeit geht weiter: Am Donnerstag waren rund 200.000 Liter Dieselöl in den Apenrader Hafen gelaufen. Jetzt konzentrieren sich die Behörden darauf, das restliche Öl aus der Förde abzupumpen. Beim Umfüllen von zwei Tanks in einen dritten soll das Öl übergelaufen sein, teilt unterdessen die Firma mit, von dessen Gelände die Verunreinigung ausging.

Die Polizei von Südjütland und Nordschleswig, die Kommune Apenrade, die Feuerwehr Nordschleswig und die Bereitschaftsbehörde haben auf einem Treffen am Sonnabendmorgen die aktuelle Situation und das weitere Vorgehen nach einer größeren Verunreinigung in der Apenrader Förde besprochen. Das teilt die Polizei mit.

Am Donnerstag waren laut Behörden rund 200.000 Liter Dieselöl aus einem Tank der Firma DanBalt in die Förde geflossen. Die Firma selbst gibt an, dass es sich lediglich um 60.000 Liter handele.

Laut Polizei sind Scherriff (Skarrev) und umliegende Gebiete an der Nordküste der Förde verunreinigt.Da es sich um einen dünnen Ölfilm handelt, wollen die Behörden abwarten, ob das Öl von sich aus verschwindet. Am Sonntagmorgen soll es dann eine erneute Lagebesprechung geben.

Die Einsatzkräfte konzentrieren sich nun auf das Hafenbecken, das eingedämmt ist. Dort soll nun sämtliches Dieselöl abgepumpt werden.

Unterdessen ist inzwischen bekannt, wie es zu der Verunreinigung kam. Laut DanBalt sollte Dieselöl aus zwei Tanks in einen dritten Tank umgefüllt werden. Dabei sei das Dieselöl übergelaufen und in ein Sammelbecken geflossen, das einen direkten Abfluss in den Hafen hat.

Hardy Olsen von DanBalt sagte laut Nachrichtenagentur Ritzau: „Wir bedauern unendlich, dass das passieren konnte. Wir haben jetzt einen Überblick über die Situation und sie im Griff. Alle Auflagen werden natürlich eingehalten.“

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