Ruderverein zog Bilanz

ARV: Materielle Basis für weitere Rudergenerationen geschaffen

ARV: Materielle Basis für weitere Rudergenerationen geschaffen

ARV: Materielle Basis für weitere Rudergenerationen geschaffen

Apenrade/Aabenraa
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Das Ruderhaus des ARV aus der Vogelperspektive gesehen. Foto: Anders Tankred Holm

Der Apenrader Ruderverein zieht eine durchweg positive Jahresbilanz: „Das größte Vorhaben seit Jahrzehnten“, nämlich der Anbau am Apenrader Ruderhaus, hat neue Aktivität erzeugt. Allerdings ist eine langjährige Tradition gefährdet.

Die Jahreshauptversammlung des Apenrader Rudervereins (ARV) begann kürzlich etwas holprig und auch für die Zukunft sind so einige dunkle Wolken am Horizont zu erkennen. Dennoch überwiegt das Positive.

„Der ARV hat ungefähr 160 Mitglieder. Davon setzt sich eine relativ kleine Gruppe aktiv mit dem Rudern auseinander. Wir haben sehr rührige Pensionäre, die einen Arbeitseinsatz im Klub leisten, als wären sie deren hauptamtliche Angestellte. Die Tagesgeschicke unseres ,primären Geschäftes‘ liegen in guten Händen und so soll es gerne bleiben. Wir brauchen aber weitere aktive Mitglieder, die rudern und auch einen Einsatz im Klub leisten wollen“, stellte der Vorsitzende Peter Asmussen in seinem Jahresbericht fest. Er konnte auf ein erfolgreiches Jahr für die Vereinsentwicklung zurückblicken.

Die Rahmenbedingungen stimmen: Im vergangenen Jahr konnte sich der Verein mit dem Anbau des Fitnessraumes einen lang gehegten Wunsch erfüllen. „Der Fitnessraum hat schon zu fühlbaren Veränderungen, sprich zu einer sportlichen Aktivitätssteigerung, im Klub geführt, die uns neue Impulse geben“, so Asmussen. Die Kurse des Winterprogramms (Masters- und Zirkeltraining mit NRV-Rudertrainer Marc-Oliver Klages sowie „Kayoga“ mit Birgit Bojsen) wurden gut angenommen.

Sportlich wurde der neue Fitnessraum im November 2018 eingeweiht. Foto: Rüdiger Bartling

Viele, gute Boote

Der ARV verfügt zudem aktuell über einen gut ausgestatteten Bootsbestand und wird demnächst noch ein weiteres Boot anschaffen, das auch bei Wellengang von den ganz jungen und den schon etwas betagteren Mitgliedern sicher gerudert werden kann. Einen großen Dank richtete der Vorsitzende an den Nordschleswigschen Ruderverband (NRV) und dessen Vorsitzenden Günther Andersen. Sein Einsatz bei der Planung und Ausführung der Bauarbeiten könne nicht hoch genug gelobt werden, stellte Asmussen fest.

Die Kajakabteilung ist zu einem festen Bestandteil des Rudervereins geworden. Die Sparte mit ihren vielen neuen Aktivitäten belebe den Verein, so der Vorsitzende und dankte den Schwestern Marion und Birgit Boisen für ihre Initiative. Auch Gerd Larsens Einsatz in der Jugend- und Anfängerausbildung wurde von Peter Asmussen gelobt und gewürdigt.

Ärgerlicher Fußfehler: Anträge nicht mitgeschickt

Zu Beginn der Jahreshauptversammlung gab es einigen Unmut seitens der Teilnehmer, weil versäumt worden war, der Einladung die insgesamt drei vorgeschlagenen Satzungsänderungsanträge beizufügen. Unter anderem wurde eine obere Begrenzung der Anzahl der Vorstandsmitglieder vorgeschlagen. Laut aktueller Satzung muss der Vorstand aus „mindestens sieben Mitgliedern“ bestehen. Es gibt aber keine Obergrenze.

Es ging dem Gros der Mitglieder allerdings nicht um den Inhalt der Anträge, sondern ausschließlich um die Tatsache, dass diese nicht vorher mitgeschickt worden waren. Aus diesem Grund wurden die Änderungsanträge dann auch nicht behandelt. Der Vorstand muss zu gegebener Zeit noch entscheiden, ob eigens aus diesem Grund zu einer außerordentlichen Generalversammlung eingeladen werden muss oder ob die Änderungsanträge bis zum nächsten Jahr warten können.

Herrenabend gefährdet

Mit großem Bedauern musste der diesjährige Herrenabend abgesagt werden. Über eine Fortführung der Tradition wird im Herbst 2019 entschieden.

Für den Vorstand wurden keine Neuwahlen durchgeführt. Zwei Vorstandsmitglieder haben allerdings das Gremium verlassen. Gerd Larsen verließ den Vorstand auf eigenen Antrag und Simon Skytte Eggert verzieht zu Ausbildungszwecken.

Ehrenmitgliedschaft verliehen

Vor der eigentlichen Jahreshauptversammlung hatte der Vorsitzende eine ehrenvolle Aufgabe zu verrichten: Er verlieh dem langjährigen und auf vielen Ebenen für den Verein aktiven Kurt Honnens die Ehrenmitgliedschaft.

ARV-Vorsitzender Peter Asmussen (l.) beglückwünscht Kurt Honnens zur Ehrenmitgliedschaft. Foto: Rüdiger Bartling
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