Ehemaliges Fernwärmewerk

Architekten und Verwaltung ziehen in die alte Kesselhalle

Gesche Picolin
Gesche Picolin Journalistin
Apenrade/Aabenraa
Zuletzt aktualisiert um:
Zum Ortstermin im alten Fernwärmewerk. Wo bis Jahresanfang noch Kessel standen, stehen demnächst Zeichentische. Foto: BoligSyd

Zeichentische statt Kessel: Die Halle am Humlehaven wird in zwei Mietobjekte geteilt. Dalbo und Zeni ziehen zum November ein.

Das ehemalige Fernwärmewerk im Apenrader Humlehaven, seit Herbst vergangenen Jahres Sitz der Apenrader Abteilung von BoligSyd, erhält ein neues Dach (wir berichteten). Direktor Peder Damgaard konnte am Montag nun auch endlich entschleiern, was mit der ehemaligen Kesselhalle passieren wird.

Zum November ziehen neue Nachbarn ein. Das ist zum einen die Verwaltungsgesellschaft Dalbo (ein Drittel) und zum anderen das Architektenbüro Zeni (zwei Drittel der Halle). Dalbo hat bisher seine Büros am Feldstedter Gråstenvej und verwaltet ganz oder teilweise 5.000 Wohnungen, vorwiegend in Nordschleswig. Deren größte Gesellschaft ist wiederum BoligSyd, weshalb künftig von einer engen
Zusammenarbeit im Humlehaven ausgegangen werden kann. Dalbos Vorstandsvorsitzender Søren Weiss sieht im Umzug großes Potential: „Wir werden künftig noch besseren Service leisten können.“

Architekten gestalten Halle um – und ziehen dann selbst ein

Im größten Teil der alten Industriehalle aber wird das Architektenbüro Zeni Arkitekter A/S neue Büros einrichten. Bisher hat die Firma ihre Büros unweit des Humlehaven, in der Rådhusgade 6 in Apenrade. Geografisch verändert sich also nicht viel. Aber mit den neuen, hohen Rahmen, die die Kesselhalle bietet, wird es für den einzelnen Mitarbeiter dennoch vor allem geistig eine große Veränderung geben. „Wir haben uns lange Räumlichkeiten gewünscht, die zeigen, dass wir kreativ sind. Räume, die es uns ermöglichen, uns so einzurichten, wie es unseren Bedürfnissen entspricht und unseren Arbeitsprozessen entgegenkommt“, so Torben Engsig Svan Sørensen, Direktor von Zeni arkitekter.

Die Firma hat die Umwandlung der alten Industriehalle selbst entworfen. Für eben jenes Verwandeln älterer Gebäude hat das Architektenbüro ein Faible, hat es sich in den vergangenen gezeigt. So hat Zeni etwa die alte Glühlampenfabrik in der Apenrader Lavgade in ein offenes und modernes Lernklima verwandelt.

„In dem man ein Gebäude verwandelt, statt es abzureissen, bewahrt man die Geschichte und die örtliche Verankerung“, weiß Sørensen. Und er fährt fort: „Darüberhinaus entstehen im Zusammentreffen von altem und neuem besondere Qualitäten, die man sonst nie erreicht. Wir freuen uns schon sehr auf den Einzug, und darauf, unsere Kunden und Partner in den neuen Räumen begrüßen zu könne.

BoligSyds Vorsitzender Leif Poulsen ist derweil hocherfreut. Mit den soeben getrockneten Unterschriften beider neuer Mieter auf dem Papier können endlich Handwerker bestellt werden, und es kann losgehen. Und das auch noch innerhalb des vorgesehenen Budgets.

Mehr lesen

Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Die Polizei als Zechpreller“